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| 14:13 Uhr

Schipkau schafft Platz für Kindergarten- und Schulkinder
„Bahn frei!“ für den Kita-Anbau

Schipkaus Kindergartenkinder brauchen mehr Platz. Die Gemeinde hat  reagiert und  will im nächsten Jahr einen Anbau für die Krippenkinder bauen.
Schipkaus Kindergartenkinder brauchen mehr Platz. Die Gemeinde hat reagiert und will im nächsten Jahr einen Anbau für die Krippenkinder bauen. FOTO: Steffen Rasche
Klettwitz. Schipkau investiert 1,2 Millionen Euro für Schulerweiterung und Kindergarten-Anbau. Von Andrea Budich

Ein Platzproblem in den Kindergärten und Schulen der Großgemeinde mit den sechs Ortsteilen zwingt die Gemeindeväter zum Handeln. Alle Häuser platzen von Annahütte bis Meuro aus den Nähten und werden inzwischen an der jeweiligen Kapazitätsgrenze betrieben. Das wird sich auch in den kommenden Jahren nicht ändern. Der Baby-Boom in Schipkau hält an. Ein Geburtenrekord jagt den nächsten.

Ideen zur Erweiterung der Kita und der Grundschule „Paul Noack“ im größten Ortsteil, der Gemeinde Schipkau, sind soweit gereift, dass die Planungsstände von den Mitgliedern des Bauausschusses in der Vorwoche bestätigt wurden.

Als erstes will sich die Gemeinde den Kindergarten in Schipkau an der Gerhart-Hauptmann-Straße vornehmen. Geplant ist hier ein Anbau, mit dem speziell für die Krippenkinder mehr Platz geschaffen werden soll. Entstehen werden Betreuungs- und Schlafräume, ein weiterer Sanitärbereich und eine Teeküche. Die bisherigen Räume für die Krippenkinder können dann zukünftig von den schon größeren Kindern genutzt werden. Unterm Strich haben die 75 Schipkauer Kita-Kinder dann mehr Platz zum Spielen, Toben, Schlafen und Essen.

Im Vorfeld hat eine Variantenuntersuchung stattgefunden. Geprüft wurde dabei, ob ein kompletter Neubau, ein Anbau oder eine Containerlösung die wirtschaftlichste Variante darstellen. „Am Ende haben wir uns klar für den Anbau entschieden“, so Carola Johannsohn, Amtsleiterin Allgemeine Verwaltung in der Gemeindeverwaltung. Hier lagen die Vorteile klar auf der Hand. Schipkau rechnet mit Baukosten von rund 600 000 Euro, der Bund schießt rund 178 000 Euro Fördermittel dazu. Der erste Spatenstich für den Kindergarten-Anbau soll im nächsten Jahr gesetzt werden.

Mittelfristig muss auch Schipkaus Grundschule erweitert werden. „Auch hier prüften wir eine ganze Reihe von Vorschlägen“, so Bauamts-Chef Martin Konzag. Letztlich hat sich eine Aufstockung des eingeschossigen Mittelbaus als wirtschaftlichste Lösung erwiesen.

Entstehen sollen dort drei weitere Klassenzimmer sowie ein Lehrerzimmer. Der Entwurf ist besonders wirtschaftlich, da keine zusätzlichen Anbauten oder Treppen benötigt werden. An den bereits vor Jahren energetisch sanierten Schulgebäude sind nun geringe Eingriffe vonnöten. Erste Schätzungen belaufen sich auf rund 600 000 Euro Baukosten. Auch hier rechnet Schipkau mit Fördermitteln.

„Mit den beiden Vorentscheidungen haben wir nun klare Vorgaben zur weiteren kinderfreundlichen Planung“, freut sich Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) über die zukunftsweisenden Beschlüsse.