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| 08:30 Uhr

Straßensanierung
Bundesstraße wird Großbaustelle

 An der Bärhaus-Kreuzung in Lauchhammer-Süd befindet sich ab Ende Juni der östliche Bauanfang der B 169. Sowohl dieser Knotenpunkt als auch sein Pendant in Lauchhammer-West bleiben während der kompletten Bauphase passierbar.
An der Bärhaus-Kreuzung in Lauchhammer-Süd befindet sich ab Ende Juni der östliche Bauanfang der B 169. Sowohl dieser Knotenpunkt als auch sein Pendant in Lauchhammer-West bleiben während der kompletten Bauphase passierbar. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Lauchhammer. Die Fahrbahndecke der Bundesstraße 169 bei Lauchhammer-West stammt aus den 90er-Jahren und weist inzwischen erhebliche Schäden. Jetzt soll sie neu asphaltiert werden. Gebaut werden soll ab 24. Juni unter Vollsperrung. Von Torsten Richter-Zippack

Die Bauarbeiter der Schwarzheider Firma Richard Schulz rücken in wenigen Tagen an der Bundesstraße 169 an. Der 2,6 Kilometer lange Abschnitt zwischen der Bärhaus-Kreuzung, dem Marktkauf-Abzweig und dem Knotenpunkt Lauchhammer-West soll eine neue Asphaltdecke erhalten. Das kündigt Wolfram Groß vom Landesbetrieb Straßenwesen an. Die jetzige Fahrbahndecke stamme aus den 1990er-Jahren und weise inzwischen erhebliche Schäden auf.

Zwar erfolgen die Arbeiten bei fließendem Verkehr, doch sind mehrere nächtliche Vollsperrungen der Trasse sowie an Wochenenden unumgänglich. Während dieser Zeit nimmt eine Umleitung, die quer durch Lauchhammer führt, den Verkehr auf. Diese führt zunächst über die IKW-Straße in Lauchhammer-Süd nach Lauchhammer-Ost, dann nach Lauchhammer-Mitte und schließlich in Lauchhammer-West zur B 169 zurück. Ortskundige werden kürzere Alternativen zu nutzen wissen.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen passieren über 10 000 Fahrzeuge pro Tag den zu bauenden Abschnitt der B 169, darunter zahlreiche Lkw. Aus diesem Grund, und auch wegen der Bedeutung der Straße als Zubringer zur nahen Autobahn 13, werde auf eine durchgängige Sperrung während der Bauzeit verzichtet, stellt Bert Lampe vom Landesbetrieb Straßenwesen klar.

Ein Problem für die Baufirma könnten die zahlreichen Schutzplanken entlang der Baustrecke darstellen. „Dadurch wird der Maschineneinsatz eingeschränkt“, erklärt Bert Lampe. So sei viel Handarbeit notwendig. Die Arbeiten sollen bis zum 13. Juli abgeschlossen sein.

Ursprünglich hatte der Landesbetrieb Straßenwesen geplant, die B 169 zwischen der Autobahnabfahrt Ruhland und dem Knotenpunkt Lauchhammer-West auf rund acht Kilometern mit einer neuen Fahrbahndecke zu versehen. Aus technischen und wirtschaftlichen Zwängen musste der Bau des östlichen Abschnittes vorerst auf Eis gelegt werden, sagt Sören Miertzsch, Leiter der Straßenmeisterei Schwarzheide. Ob dort perspektivisch gebaut wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Indes sei, so erklärt Bert Lampe, der bevorstehende Bau kein Projekt für die Ewigkeit. Der Experte spricht von einer Nutzungsdauer von rund 15 Jahren. Denn perspektivisch könnte die Bundesstraße zwischen der A 13 bei Schwarzheide/Ruhland und Elsterwerda im Zwei-plus-Eins-Verfahren ausgebaut werden. Das bedeutet, dass insgesamt drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen, wobei eine Spur jeweils wechselseitig zum gefahrlosen Überholen genutzt werden kann. Ein Beispiel dafür bildet die im September 2008 freigegebene Ortsumfahrung Senftenberg.

Darüber hinaus sei es denkbar, dass die Bundesstraße 169 künftig teilweise auf einem Hochwasser-Schutzdamm verlaufe. Dieser soll das überschüssige Wasser der nahen Schwarzen Elster zurückhalten und auch Lauchhammer schützen. Allerdings sei noch unklar, ob und wie genau zwischen Schwarzheide und Elsterwerda gebaut wird.