„Ich mag OSL“ erzählt die ganz unterschiedlichen Geschichten von Bürgern des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, die wegen der Liebe, der Arbeit oder auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung zwischen Lübbenau, Ortrand, Lauchhammer und Vetschau eine Heimat gefunden haben. Teile der Wanderausstellung sind noch bis zum 31. Januar 2020 im Eingangsbereich des Krankenhausstandortes Lauchhammer zu sehen, nachdem sie bereits im November im Klinikum in Senftenberg zu Gast war.

„Auch stationäre Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankungen beim Besuch kultureller Einrichtungen eingeschränkt sind, erhalten so die Möglichkeit, die Ausstellung zu sehen und sich und ihre Besucher vom Krankenhausalltag abzulenken“, teilt Klinikum-Sprecherin Christin Dolk mit.

OSL-Migranten teilen Sorgen und Sehnsüchte

„Mit der Ausstellung ‚Ich mag OSL‘ bekommen die hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund ein Gesicht. Sie erzählen uns ihre Geschichte, teilen Sehnsüchte, Sorgen und Wünsche für die Zukunft und tragen im besonderen Maße dazu bei, Hemmnisse und Vorurteile abzubauen“, beschreibt Landrat Siegurd Heinze (parteilos) das Konzept. Die Ausstellung ist Teil des Integrationskonzeptes des Landkreises, das unter anderem durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Wettbewerbes „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“ ausgezeichnet wurde. Im Integrationsbeirat OSL entstand die Idee, mit dem damit verbundenen Preisgeld die Wanderausstellung ins Leben zu rufen, die die kulturelle Vielfalt des Landkreises präsentiert.

Ausländeranteil liegt bei etwa 3,5 Prozent

Aktuell leben im Landkreis etwa 4100 Ausländer, davon haben etwa 1800 Menschen einen Flüchtlingshintergrund. Der Ausländeranteil liegt bei etwa 3,7 Prozent.