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| 19:10 Uhr

Straßenbau
Aus Buckelpiste wurde „Renn“piste

Die Ortsverbindungsstraße Lindenau-Frauendorf wurde Donnerstag feierlich eingeweiht. Die Brüder und jeweiligen stellvertretenden Bürgermeister Axel und Andre Günther versuchten, das Schild „Straßenschäden“ abzumontieren, was jedoch nicht gelang.
Die Ortsverbindungsstraße Lindenau-Frauendorf wurde Donnerstag feierlich eingeweiht. Die Brüder und jeweiligen stellvertretenden Bürgermeister Axel und Andre Günther versuchten, das Schild „Straßenschäden“ abzumontieren, was jedoch nicht gelang. FOTO: Mirko Sattler
Frauendorf. Kürzeste Straßenverbindung zwischen Frauendorf und Lindenau ist wieder nutzbar.

Ab Montag rollt wieder der Schulbus auf der kürzesten Verbindung zwischen Frauendorf und Lindenau. Die Ortsverbindungsstraße ist dann wieder offiziell frei für den Fahrzeugverkehr. Gefeiert wurde die Fertigstellung schon am Mittwochabend.

Auf Initiative der Gemeinde Frauendorf kam dieser Straßenbau ins Rollen. „Wir wollten die Straße auf unserer Gemarkung erneuern. Doch die Behörde sagte, die Straße könne nur komplett hergerichtet werden und wandte sich daraufhin auch an die Gemeinde Lindenau“, so Frauendorfs Bürgermeister Mirko Friedrich. Die Lindenauer stimmten zu, und so wurde aus einer Puckelpiste eine Rennpiste, glauben zumindest die Gemeindevertreter beider Orte.
300 000 Euro, zu 75 Prozent vom Land über das Projekt „Verbesserung Verkehrsverhalten der Gemeinden“ gefördert, nahm Frauendorf für seine 960 Meter Straße in die Hand. 320 000 Euro investierte Lindenau für 1260 Meter.

Gebaut hat eine Freienhufener Firma von März bis Mai. Teilweise nicht sachgerechter Untergrund sowie Oberbau wurden unter Vollsperrung instand gesetzt. Auf Frauendorfer Seite werden im Herbst 33 Winterlinden als Ausgleich für derzeitigen Gehwegbau gepflanzt. Lindenau ersetzt fünf Bäume.
Die gut frequentierte Straße fördert die Gemeindeverbindungen. Gebaut wurde sie Ende der 70er-Jahre wegen des Schulkombinates Lindenau. In der Frauendorfer Grundschule lernten die B-Klassen der Klassenstufen 1 bis 4, in Tettau die A-Klassen. Die 5. Klassen wurde in Schraden unterricht, die 6. Klassen in der alten Lindenauer Schule. Busse brachten die Schüler in ihre Schulen.
Nächste gemeinsames Projekt wird sicher die Erneuerung des Grenzsteines an der Gemarkungsgrenze mit dem Aufstellen einer Bank sein. „Wir könnten auch eine Liebesbank hinstellen. Unsere im Park ist ganz eingewachsen“, scherzte der stellvertretende Lindenauer Bürgermeister Andre Günther. Bruder Axel ist stellvertretender Frauendorfer Bürgermeister. Axel Günther hat seine Frau aus Lindenau nach Frauendorf geholt, sein Bruder zog zu seiner Frau nach Lindenau.

(sam)