Demnach ist derzeit nicht nur der niedrigste Stand bei der Zahl der erwerbslosen Menschen seit 1990 zu verzeichnen, sondern auch der höchste bei den Arbeitnehmer-Zahlen.

Für die Städte Finsterwalde (Elbe-Elster), Großräschen, Lauchhammer, Schwarzheide und Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ist dies alles andere als ein “beruhigendes Polster„. Die Wachstumskern-Gemeinschaft hat eine Analyse und eine Zukunftsprognose in Auftrag gegeben, um die gewerbliche Entwicklung und vor allem auch die größerer Ansiedlungen in der Zukunft gemeinsam zu steuern. Die Studie, an der auch die Gemeinde Schipkau beteiligt ist, ist am gestrigen Dienstag in Schwarzheide vorgestellt worden. Die Empfehlungen der Experten für den Zeitraum bis zum Jahr 2020: Als einziger Entwicklungsstandort für Großansiedlungen ist der Sonderlandeplatz Schipkau/Schwarzheide benannt. Das Areal (etwa 100 Hektar) soll als Vorsorgefläche, die nur zusammenhängend genutzt werden soll, entwickelt werden. Als “Premium„-Standorte für die bevorzugte Vermarktung gelten die Industrie- und Gewerbeflächen in Finsterwalde, “Sonne„ Großräschen, Lauchhammer-Süd, Marga Senftenberg und BASF Schwarzheide (die RUNDSCHAU berichtete).

Den Fortbestand des Wachstumkerns Westlausitz als besonderes Fördergebiet macht das Land davon abhängig, dass die Region als Wirtschaftsstandort mit strukturbestimmender Bedeutung und nennenswertem Arbeitsplatzangebot eine Zukunft hat. Die Akteure zeigen sich diesbezüglich optimistisch.