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Aufregung und leichte Kost

Christin Faulstich
Christin Faulstich FOTO: BTU
London. Big Ben und Fish & Chips? Fehlanzeige! Das BTU-Team Lausitz Dynamics ist zwar in London gelandet, doch der Shell-Eco-Marathon lässt keinen Platz für Urlaubsflair. Steven Wiesner

Am Montag um 13.57 Uhr ist der achtköpfige Reisetross der BTU Cottbus-Senftenberg in London gelandet. Doch an Sightseeing à la Buckingham Palace oder Big Ben ist nicht zu denken. Die Lausitzer haben den Ärmelkanal schließlich nicht zum Zeitvertreib überquert, sondern um beim Shell-Eco-Marathon, dem weltgrößten Energieeffizienz-Wettbewerb, für Furore zu sorgen.

Seit 2008 stellen sich die Senftenberger Studenten der internationalen Konkurrenz. 2012 brachte die Delegation sogar Gold mit nach Hause. Um das zu wiederholen, müssten 191 Teams hinter sich gelassen werden. "Wir haben Gewicht und Elektronik optimiert. Ob unser neues Energiesparmobil gut genug ist, werden wir bei den Wertungsläufen herausfinden", sagt Christin Faulstich vom Team Lausitz Dynamics, das mit einem selbst gebauten, Batterie betriebenen Fahrzeug - der "Bat-Lady 2.0" - in einer bestimmten Zeit so wenig Energie wie möglich verbrauchen muss. Am Freitag, Samstag und Sonntag finden die Läufe statt.

Auch bei der zehnten Teilnahme aber will sich keine Routine einstellen, sagt Faulstich. "Erstmal müssen wir wieder die technische Abnahme überstehen. Es verändert sich ja immer so viel am Fahrzeug. Da herrscht große Aufregung bei allen Teams." Und zumindest die beiden Piloten Anastasia Skifov und Niklas Richter können die Nervosität nicht mal mit einer Portion Fish & Chips runterschlucken, denn für sie gilt: je leichter, desto schneller. Seit Wochen nehmen sie nur noch leichte Kost zu sich. Faulstich korrigiert: "Ach was! Seit Monaten!"