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| 01:39 Uhr

Auch Hunde können tanzen

Auch die Rettungshunde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gaben beim Vereinsjubiläum ihr Bestes.
Auch die Rettungshunde des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gaben beim Vereinsjubiläum ihr Bestes. FOTO: Petra Maser
Lauchhammer.. Was ein Hund alles leistet, konnten die Besucher der Jubiläumsveranstaltung des Allgemeinen Hundesportvereins in Lauchhammer erleben. Der Verein feierte seinen 70. Geburtstag mit zahlreichen Hundesportfreunden. Petra Maser


„1938 gründete sich die sogenannte Fachschaft für deutsche Schäferhunde, um die Tiere für den Einsatz im Zweiten Weltkrieg auszubilden“ , erläuterte Jens-Uwe Klöditz, stellvertretender Vereinsvorsitzender. Als Melde- Sanitäts- oder Suchhunde seien die Vierbeiner dann zum Einsatz gekommen. Nach dem Krieg habe sich der Hundesportverein in der Gruppe des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) neu formiert. Das Ziel sei die Ausbildung von Diensthunden für Polizei und Volksarmee gewesen, berichtete Klöditz. „Später wurde der Verein der Gesellschaft für Sport und Technik angegliedert“ , wusste der Hundezüchter zu berichten.
Erst nach der Wende habe sich die Institution dem allgemeinen Hundesport geöffnet, „weil das Interesse an der Ausbildung von Diensthunden nachließ“ . Stattdessen wollten viele private Personen ihre Lieblinge zu Familienhunden ausbilden lassen. Darum wurden die alternativen Hundesportdisziplinen in die Arbeit des Vereins aufgenommen. Das heißt, Zweibeiner können ihren „Pfiffi“ einfach zu einem wohlerzogenen Begleithund ausbilden lassen, der sich im Straßenverkehr oder gegenüber anderen Tieren zu benehmen weiß.
Auch werde die Ausbildung als Fährtenhund oder für den Schutzdienst weiterhin vorgenommen. Wer einfach Spaß mit seinem vierbeinigen Begleiter haben will, kann sich der Disziplin „Agility“ widmen. Hier lernen Mensch und Tier, gemeinsam zu spielen und zu toben.
Wie viel Freude Hund und Herrchen miteinander haben können, demonstrierten die „Dogdancers“ aus Berlin. Hundetanzen ist eine relativ neue Sportart, bei der Mensch und Tier Übungen einstudieren, um sie als Choreographie zur Musik zu zeigen. Das begeisterte nicht nur Vierbeiner, denn es gab vom Publikum viel Applaus. Nicht weniger eindrucksvoll war die Vorführung der Rettungshundestaffel des DRK. Hier stellten die Tiere unter Beweis, wie wichtig ihr Einsatz bei Katastrophen oder in der Vermisstensuche ist.
Beim Jubiläum war auch Klaus Weinert dabei. Der Züchter von Berner Sennenhunden ist seit 2000 Mitglied des Allgemeinen Hundesportvereins und nutzt die Gesellschaft von Gleichgesinnten gern für Erfahrungsaustausche. „Bei mir hat der Hund einen festen Platz im Terminkalender“ , sagte der Lauchhammeraner. Wichtig sei, dass man sich die Zeit gut einteilt, denn die Tiere bräuchten viel Zuwendung. Dass Herrchen dabei auch etwas für seine Gesundheit tut, sei ein positiver Nebeneffekt.
Besonders schön sei es, die Entwicklung der Welpen zu beobachten. „Das ist zwar eine besonders arbeitsintensive Phase, jedoch birgt sie auch unendlich schöne Momente“ , schwärmte Klaus Weinert. Vom Fachwissen der erfahrenen Züchter können auch Anfänger profitieren. Jeden Sonnabend von 13 bis 15 Uhr können Halter von Hunden mit ihren Lieblingen das Gelände des Allgemeinen Hundesportvereins an der Ortrander Straße nutzten.