“Die belasteten Materialien sind bereits zur Zeit des Straßenbaus in den 70er-Jahren verwendet worden. Offenbar war man damals in den Steinbrüchen auf solche Adern gestoßen„, nennt Bürgermeister Mirko Friedrich die Erklärung für das heute sehr kostenintensive Problem. Der belastete Schotter muss beim Straßenneubau nun gesondert entsorgt werden und darf nicht in Frauendorf wiederverwendet werden, weil der Ort im Einzugsgebiet des Wasserwerkes Tettau liegt.

Die Entsorgung wird den Bau der Straße um etwa 100 000 Euro teurer machen als ursprünglich geplant. “Wir werden aber sehr genau darauf achten, dass kein Material, das nicht belastet ist, in die teure Sonderentsorgung kommt„, versprach Bürgermeister Mirko Friedrich während einer Anliegerversammlung in Frauendorf. Dazu werde ein Fachingenieur beauftragt.

Der grundhafte Ausbau des kommunalen Teils der Frauendorfer Hauptstraße ist das wichtigste Investitionsprojekt der Gemeinde im Jahr 2011. Im Zuge der Bauarbeiten wird der Wasserverband Lausitz auch noch Teile der Trinkwasserleitungen austauschen. Der Baubeginn ist für Mai oder Juni dieses Jahres geplant. In drei Bauabschnitten soll das Projekt in diesem Jahr realisiert werden - beginnend am nördlichen Ortsausgang in Richtung Bärhaus. Für die Baukosten in Höhe von 468 000 Euro hat die Gemeinde rund 192 000 Euro Fördermittel zugesagt bekommen. Zehn Prozent der Kosten müssen die 47 Anlieger übernehmen. Gebaut wird allerdings nur der kommunale Teil der Hauptstraße bis zum Abzweig Richtung Tettau. Vertreter der Eigentümer haben auf der Anliegerversammlung in der vergangenen Woche gefordert, beim Straßenbau schonende Rütteltechnik einzusetzen, um Schäden an den teilweise aus den 30er-Jahren stammenden Häusern zu vermeiden. cw