Der deutlich zugenommene Verkehr erschwert nicht nur das Überqueren der breiten Kopfsteinpflasterstraße, er macht vor allem viel Krach. Anwohner beschweren sich über ein "Dauerrauschen" und über kurze Nächte. Unter ihnen ist auch der ehemalige Polizeichef aus Senftenberg, Horst Bergemann. "Unsere Häuser liegen direkt an der Straße. Der Lärm ist unerträglich", sagt der pensionierte Beamte. Seine Vorschläge: Geschwindigkeit runter, Parkverbot überall aufheben, Verkehrsüberwachung.

Senftenbergs Pressesprecher Andreas Groebe betont auf Anfrage, dass die Bebelstraße aufgrund ihrer Bedeutung als Haupterschließungsstraße eingestuft ist und sie nicht als offizielle Umleitung gilt. "Es handelt sich um ortskundigen Individualverkehr, der zu einer Erhöhung des Verkehrsaufkommens beiträgt", erklärt Groebe. Eine Geschwindigkeitsreduzierung sei nach Rücksprache mit der Straßenverkehrsbehörde wegen der Straßenklassifizierung und des Verkehrsaufkommens nicht geplant. Das Parken am Straßenrand sei indes erlaubt. Das trage zu einer Verminderung der gefahrenen Geschwindigkeiten und zur Verkehrsberuhigung bei.

Derweil laufen die Bauarbeiten an der Pieckbrücke nach Plan. Zurzeit werden die Brückenpfeiler errichtet, um im November das Brückenbauwerk fertigzustellen. Im kommenden Jahr erfolgt noch der Straßenausbau beidseitig über den gesamten Rampenbereich - mit dem Ziel, die Bauarbeiten im Juli 2016 abzuschließen.