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| 17:09 Uhr

Berufsausbildung
Anerkennung für Bildung in den Integrationswerkstätten

Senftenberg. Carola Rose und Petra Baumert haben über Jahre Menschen mit Lernschwierigkeiten mit Erfolg beruflich ausgebildet.

Die Ausbildung von Menschen mit Lernschwierigkeiten dauert in Integrationswerkstätten zwei Jahre. Alle Träger wurden zertifiziert und lehren nach bundesweit gültigen Richtlinien. Teilnehmer der Beruflichen Bildung der Integrationswerkstätten erhalten Bildungsangebote für die Arbeit in der Werkstatt oder auf einem ausgelagerten Arbeitsplatz. Am Ende steht die Abschlussprüfung, informiert Tino Jörke.

Berufliche Bildung für Menschen mit Lernschwierigkeiten wird für jeden Teilnehmer gestaltet. In bestens eingerichteten Unterrichtsräumen mit Maschinen und Werkzeugen kann praxisnah trainiert werden. Dazu kommen Arbeitsblätter in leicht verständlicher Sprache und Präsentationen mit Fotos und Piktogrammen oder Bildern. Solche Lehr- und Lernmittel können gezielt eingesetzt werden.

So stellt Uwe Richard, Gruppenleiter der Beruflichen Bildung, seine aktuellen, von ihm entworfenen Lehrmittel vor. Dabei prüfen die Teilnehmer, was sie schon beherrschen und wie gut sie das Dargestellte verstehen. Uwe Richard erreicht damit, dass Lernen Spaß macht. Später kann dieses Wissen gut in der Produktion der Werkstätten angewendet werden. So werden Maschinenteile benannt, Wissen zum Arbeitsschutz wird wiederholt oder Arbeitsschritte in einer Küche werden besprochen, durchgeführt und dann allein angewendet.

Alle Teilnehmer der Beruflichen Bildung lernen wie in der Regelausbildung in einer Fachrichtung. So kann das in der Hauswirtschaft, in der Garten- und Landschaftspflege oder in der Montage sein. Wenn Teilnehmer die Möglichkeiten außerhalb der Werkstatt für behinderte Menschen nutzen und eine Arbeitserprobung durchführen, sind die Firmen aus der Region wichtige Partner.

Tino Jörke, selbst Geschäftsführer der Integrationswerkstätten,  schätzt die Arbeit in der Beruflichen Bildung. Denn bei dieser werden seine zukünftigen Beschäftigten für die Werkstattproduktion fachlich vorbereitet. Das ist wichtig, um Kundenaufträge gut bearbeiten zu können.

Zwei langjährige Kolleginnen der Integrationswerkstätten wurden deshalb geehrt. Mit hohem Engagement, Feingefühl und regelmäßigen Weiterbildungen schaffen es Carola Rose und Petra Baumert über Jahre, Menschen mit Beeinträchtigungen mit Erfolg beruflich zu bilden. Dies ist eine Leistung, die viel Kraft, Ausdauer und immer wieder neue Ideen abverlangt. Dies haben beide Frauen über viele Jahre immer wieder bewiesen. Dafür zollt Tino Jörke Anerkennung und Respekt.