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| 02:51 Uhr

An Festtagen keine Sonderration für die Tiere

Lindenau. Seit 1995 betreut Siegfried Hausdorf im Winter einen Stall, in dem Mutterkühe gehalten werden. In diesem Jahr sind es 361 Tiere, die er an den Feiertagen und zum Jahreswechsel versorgt. R. Kupfer

Insgesamt waren wie er zehn Tierpfleger und Melker im Einsatz, um den Gesamtbestand von 2000 Rindern in der Agrargenossenschaft Frauendorf und dem Tochterunternehmen zu versorgen.

"Sonderrationen gibt es für die Tiere zu den Festtagen nicht. Besonders gern fressen die Mutterkühe die Anwelksilage aus Gras", erklärt der erfahrene Landwirt. Sobald er mit seinem beladenen Futterverteilungswagen in die Spur geht, kommen die Kühe zu ihren Fressplätzen. Zweimal täglich dreht er die Runde, beobachtet dabei die Tiere und greift ein, wenn zum Beispiel die Geburt eines Kalbes bevorsteht.

Alle Rinder laufen in den Anlagen frei umher. Sie kennen keine Ketten. Im Lindenauer Stall nutzen sie die neu geschaffenen überdachten Freiflächen. Der Stall wurde 2008 umfassend rekonstruiert und vor dem Weideabtrieb im Dezember fertig gestellt. "Durch befestigte Freiflächen, eine veränderte Aufstallung und eine neue Dachentlüftung haben sich die Haltungsbedingungen für die Rinder weiter verbessert", schätzt Siegfried Hausdorf ein.

Als vor 40 Jahren die Ställe gebaut wurden, war schon Horst Heinze als Melker dabei. Zu seiner Zeit gab es noch keine Haltung von Mutterkühen, sie wurden gemolken wie die anderen Kühe. Der Rentner freut sich über die gelungene Rekonstruktion der Anlage. Dass auf den Dachflächen die Erzeugung von Solarenergie geplant ist, leitet ein völlig neues Kapitel ein.