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| 03:03 Uhr

An dieser Baustelle hängt halb Ruhland

Die Gründungsarbeiten für das zweite Betonfundament für die neue Brücke über das Schwarzwasser an der Matzmühle laufen auf Hochtouren.
Die Gründungsarbeiten für das zweite Betonfundament für die neue Brücke über das Schwarzwasser an der Matzmühle laufen auf Hochtouren. FOTO: Steffen Rasche/str1
Ruhland. Die Brücken-Großbaustelle über das Schwarzwasser ist für die Elsterstadt ein Nadelöhr. Über den Bauablauf und vor allem über die Einhaltung des eng gestrickten Zeitplanes wacht Amtsdirektor Roland Adler daher mit Argusaugen. Andrea Budich

Schließlich hängt an der Brücke die halbe Stadt. Im Wohngebiet Schönburgsau leben 1000 Ruhlander. Und die Brücke ist zudem einzige Zuwegung zu Feuerwehr, Schützenhaus, Sportplatz und zu etlichen Unternehmen.

Die ersten Betonfundamente sind bereits gegossen. "Damit liegen wir bestens im Plan", bestätigt der Verwaltungschef. Im Griff hat die Stadt auch die Kosten. Der finanzielle Nachschlag für die Einschalung ist laut Adler unerheblich. In die neue Brücke werden rund 600 000 Euro investiert - der größte finanzielle Brocken, den sich Ruhland in diesem Jahr leistet. Nach fünfmonatiger Bauzeit soll die Nadelöhr-Brücke noch vor dem Winter Ende Oktober/Anfang November wieder für den Verkehr freigegeben werden. Der Brückenkörper wird wahrscheinlich Anfang Oktober vor Ort gegossen.

Der Brückenbau ist damit in der Stadt, die den Beinamen Klein-Venedig verdient, noch lange nicht beendet. Vier Brücken hat Ruhland bereits auf Vordermann gebracht. Dazu gehören die beiden Großbaustellen an der Binnengrabenbrücke und an der Matzmühle. Die Schwarzwasser-Brücke von der Langen Straße in die Goethestraße wird sich die Stadt wahrscheinlich als nächste vorknöpfen müssen. "Unsere Brücken werden noch eine Stange Geld verschlingen", kündigt Adler einen weiteren Ausbau an.