Dafür haben die Ortrander Amtsgemeinden jetzt einen Finanzpakt geschmiedet. Lindenau und Großkmehlen sowie das Amt Ort rand finanzieren die notwendigen Planungen, die Voraussetzung für den Griff in öffentliche Töpfe sind, zu jeweils einem Drittel. Das bestätigt Amtsdirektor Kersten Sickert im Ergebnis des jüngsten Amtsausschusses, aber vorbehaltlich eines noch ausstehenden Ratsbeschlusses in Großkmehlen.

Das Bauwerk hat - auch durch Hochwässer in der Pulsnitz, die sie überspannt - großen Schaden genommen. Deshalb ist die Brücke bereits über mehrere Jahre für den motorisierten Verkehr nur halbseitig befahrbar gewesen und musste inzwischen für Autos voll gesperrt werden.

Das Bauwerk unmittelbar hinter dem Lindenauer Park ist Eigentum der Gemeinde Groß kmehlen, für deren Einwohner aber nur von sehr geringer Bedeutung. Hier allein viel Geld aus dem kommunalen Haushalt zu investieren, lehnt Großkmehlen daher ab. Als kürzeste Verbindung nach Frauwalde und weiter ins Schradenland wird die Bogenbrücke aber von den Lindenauern und Durchreisenden gern genutzt. "Eine intakte Verkehrsinfrastruktur ist für die Bürger wichtig", stellt der Ortrander Amtsdirektor fest. Mit der verabredeten Mischfinanzierung der drei Beteiligten könne geplant werden, um für die Brückensanierung noch freie Mittel aus Hochwasserfonds zu beschaffen. Für die Planungen müssen die Antragsteller aber in Vorkasse gehen, obwohl diese grundsätzlich auch förderfähig seien.