Denn die Stadt Ortrand und die umliegenden Gemeinden müssen kräftig in den Brandschutz investieren. Kreisweit werden die Pressluft-Atemschutzgeräte der Einsatzkräfte der Feuerwehren auf eine einheitliche neue Technik umgestellt. Jeweils 80 000 Euro müssen für diese Investition in den nächsten beiden Jahren im Amt Ortrand aufgebracht werden. Mehr als 27 Prozent der kommunalen Haushaltsmittel müssen die Gemeinden deshalb neu an Amtsumlage zahlen. In Summe sind das etwa 1,5 Millionen Euro. Für das Freibad und den Campingplatz, die inzwischen in private Hand verkauft worden sind, müssen die Kommunen (außer Tettau) zudem noch einen Kredit abzahlen. Etwa 16 000 Euro bringen die Amtsbrüder dafür die nächsten beiden Jahre noch auf. Da die Kreisumlage außerdem fast die Hälfte der kommunalen Finanzbudgets frisst, bleibt der Handlungsspielraum in Ortrand und den Dörfern gering. Siegmar Petrenz, der stellvertretende Vorsitzende des Amtsausschusses und Bürgermeister von Tettau, hat den frühen Haushaltsbeschluss deshalb mit einer Hoffnung verbunden: dass die Amtsumlage nach dem Doppelhaushalt wieder gesenkt werden kann. Dies ist derzeit offen.

Im Ortrander Rathaus, das als Verwaltungssitz des Amtes genutzt wird, soll das Bürgerbüro wieder mit bürgerfreundlichen Öffnungszeiten besetzt werden. Zudem wird in den eigenen Amtsstuben wieder eine Verwaltungsfachkraft ausgebildet.