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| 17:48 Uhr

Amt Ruhland ordnet Schullandschaft neu

In der ländlich gelegenen künftigen Filialschule Guteborn sollen alle Erst- bis Viertklässler des Amtes Ruhland lernen.
In der ländlich gelegenen künftigen Filialschule Guteborn sollen alle Erst- bis Viertklässler des Amtes Ruhland lernen. FOTO: Rasche/str1
Ruhland/Guteborn. Die Grundschule Guteborn verliert ihre Eigenständigkeit und wird zur Außenstelle der Ruhlander Oberschule – mit diesem Vorstoß einer Neuordnung der Schullandschaft im Amt Ruhland überraschte Amtsdirektor Roland Adler beim jüngsten Amtsausschuss in Hohenbocka. Parallel dazu schließt die Lindenplatzschule als bisheriger Grundschulteil der Geschwister-Scholl-Oberschule Ruhland. Andrea Budich

Wenn alles gut läuft, dann könnte das Projekt schon ab dem Schuljahr 2017/18 realisiert werden. Oberstes Ziel bei der Neustruktur ist der langfristige Erhalt der beiden Schulstandorte in Guteborn und Ruhland. Neu ist der Plan indes nicht. Mehrfach andiskutiert, aber nie zu Ende gebracht, sollen jetzt Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der Amtsausschuss hatte daher keinerlei Einwände und gab für erste Vorbereitungen grünes Licht.

Bis Juli soll jetzt abgeklärt werden, ob die Grundschule Guteborn als Filiale der Schule Ruhland geführt werden kann. Voraussetzung ist, dass die Kinderzahlen stimmen und auch die notwendigen Räume an beiden Standorten zur Verfügung stehen. Geplant ist, dass die Erst- bis Viertklässler des gesamten Amtes künftig in Guteborn zur Schule gehen. Klasse 5 bis 10 werden dann in Ruhland unterrichtet. Die Oberschule Ruhland mit der Außenstelle Guteborn sind dann die einzigen Schulen im Amtsbereich. Von der Schließung der Lindenplatzschule erhoffen sich die Amtsbrüder bei immer knapper werdenden Haushaltsmitteln eine erhebliche Einsparung. Der Amtsdirektor verteidigt die bevorstehende Neuordnung als unumgänglich. Für klare Worte bekannt, erklärt er: "Ob man es nun will oder nicht - alle drei Schulstandorte haben auf Dauer keine Chance." Dafür sprechen langfristige Prognosen, die einen deutlichen Geburtenrückgang vorhersagen. Derzeit sprechen die Babyzahlen eher dagegen. Im Vorjahr wurden im Amtsbereich immerhin 63 Kinder geboren.

Das neue Ruhlander Schulmodell hat das Zeug dazu, landesweit ein Modellprojekt zu werden. Das Amt hofft auf die Unterstützung des Bildungsministeriums und im besten Falle sogar auf Fördermittel.