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| 17:06 Uhr

Pflanze breitet sich in Oberspreewald-Lausitz aus
Landkreis verstärkt den Kampf gegen allergene Ambrosia

 Die Ambrosia-Pflanze hat sich im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ausgebreitet. Das hat auch für Nicht-Allergiker Folgen.
Die Ambrosia-Pflanze hat sich im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ausgebreitet. Das hat auch für Nicht-Allergiker Folgen. FOTO: dpa / Z1022 Patrick Pleul
Senftenberg. Die hochallergene Ambrosia-Pflanze ist im Landkreis Oberspreewald-Lausitz zur Chefsache erklärt worden - weil sie sich hier stark ausbreitet. Das betrifft nicht nur Allergiker. Von Jan Augustin

Der Kampf gegen die hochallergene Ambrosia-Pflanze ist im Oberspreewald-Lausitz-Kreis jetzt zur Chefsache gemacht worden. Die Kreistagsabgeordneten fassten dazu einen entsprechenden Beschluss.

Mit ihm ist Landrat Siegurd Heinze (parteilos) unter anderem beauftragt, eine enge Zusammenarbeit der Kreisverwaltung mit der Koordinierungsstelle des Landes und dem interministeriellen Arbeitskreis der Landesregierung zu sichern. Außerdem soll ein Maßnahmeplan erstellt werden, der die Ambrosia wirkungsvoll zurückdrängt und bekämpft.

Maßnahmen des Landkreises gegen Ambrosia-Planze

Dazu sind die Ordnungsämter der Städte und Ämter, Landwirte, und Naturschutzverbände einzubeziehen. Gefordert wird auch, eine Informationsveranstaltung für betroffene Flächenbesitzer zu organisieren, mit dem Ziel die Informationen und Erfahrungen zur Bekämpfung von Ambrosia zu erläutern. Zudem sollen für die besonders stark betroffenen Landwirten finanzielle Hilfe beim Land angefordert werden.

Antragsteller war die Fraktion Linke/Grüne. Der Abgeordnete Winfried Böhmer setzt sich in seiner Heimatstadt Vetschau seit Jahren erfolgreich gegen die Ausbreitung der Ambrosia ein. Er warnt: „Wir sind in Südbrandenburg einer der Kreise, in dem sich Ambrosia extrem ausgebreitet hat und in dem etwas getan werden muss.“ Die Ambrosia sei für einige Städte und Gemeinden zu einem Problem geworden.

Ambrosia-Planze reizt auch Nicht-Allergiker

Die Pflanze enthält sehr wirksame reizende Inhaltsstoffe (Allergene). Sie reizt nicht nur Allergiker, sondern auch Menschen, die noch nie Allergieprobleme hatten. Dies geschieht über den simplen Kontakt  beim Berühren auf der Haut oder auch beim Eindringen über die Schleimhäute in die Atemwege.

„Um die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen, ist es dringend notwendig, geeignete Strategien zu entwickeln, um die weitere Ausbreitung der Pflanze einzudämmen“, erläutert der Fraktionsvorsitzende Mario Dannenberg. Der Landkreis sollte dabei mit dem Land Brandenburg und den Städten und Ämtern zusammenarbeiten und die Maßnahmen im Landkreis koordinieren.