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| 19:29 Uhr

Amateur-Film-Fesitival in Senftenberg
Licht und Schatten auf der Ostinale-Leinwand in Senftenberg

 Frank Dietrich (li.) als Teil der Jury der 9. Senftenberger Kurzfilmtage 2017 neben Maren Simoneit, Manfred Hennig und Hans Hickisch (v.l.n.r.).
Frank Dietrich (li.) als Teil der Jury der 9. Senftenberger Kurzfilmtage 2017 neben Maren Simoneit, Manfred Hennig und Hans Hickisch (v.l.n.r.). FOTO: Steffen Rasche
Senftenberg. Stolze Videofreunde: Filme von Hobby-Cineasten aus den ostdeutschen Bundesländern sind am Freitag und Sonnabend im Theater Neue Bühne zu sehen. Von Daniel Roßbach

Unter neuen Vorzeichen und mit dem neuen Titel „Ostinale“ finden an diesem Wochenende die Kurzfilm-Tage der Senftenberger Filmamateure statt. Im Theater Neue Bühne werden dabei am Freitag und Samstag insgesamt 34 Filme im Wettbewerbsprogramm zu sehen sein. Zwei der Filme im Wettbewerb kommen von Mitgliedern des Videofilmer-Club Senftenberg.

Darauf freut sich nicht zuletzt Frank Dietrich. Für ihn steht in diesem Jahr außerdem ein persönliches Jubiläum an: 1969, also vor 50 Jahren begann er mit dem Filmen. Aus Dietrichs Hobby entwickelte sich später der Senftenberger Videofilmer-Verein, den er 1980 gründete und 32 Jahre lang führte. In diesem Jahr ist er bei dem Vorsitzender der Festival-Jury. Diese Jury hat noch vier weitere Mitglieder, denn während Frank Dietrich Berlin/Brandenburg repräsentiert, sind darin auch die anderen ostdeutschen Länder vertreten. Denn aus Einsendungen aus diesen Bundesländern speist sich das Programm des Festivals in Senftenberg, von dem seinerseits Filme zu bundesweiten Filmschauen entsandt werden.

Dass es im Programm des Festivals, wie Dietrich sagt, „Licht und Schatten gibt und nicht alle Filme auf der selben Qualitätsstufe stehen“ macht für ihn gleichzeitig den Charme des nicht-kommerziellen Films aus. Genauso wie die Tatsache, dass die gezeigten Filme zwischen den Programmblöcken von der Jury vor Publikum besprochen werden. „So viel Transparenz gibt es bei der Berlinale nicht, das ist ein wichtiger Zugewinn in unserem Format“ sagt Dietrich mit einem Augenzwinkern in Bezug auf die Internationalen Filmfestspiele, die dieser Tage in Berlin stattfinden.

Überhaupt steht für die Cineasten der Kontakt zum Publikum, das Kinoerlebnis im Vordergrund. Das ist auch der Grund dafür, dass Amateurfilmer wie Frank Dietrich mit ihren Werken lieber in Gemeinderäumen als auf Internet-Plattformen präsent sind. Trotzdem gelinge es auch wieder, jüngere Filmemacher dazu zu bewegen, sich an Wettbewerben der Amateurfilmer zu beteiligen. „Die Hälfte der in Senftenberg gezeigten Filme stammt von jungen Autoren“, so Dietrich.

Neben dem „Ostinale“-Aufgebot gehört auch der Minutenfilm-Wettbewerb des Senftenberger Vereins zum Programm an diesem Wochenende.