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| 17:55 Uhr

Für Bücherwürmer
Ein Büchertauschregal an der Uni

Senftenberg. Auf dem Senftenberger BTU-Campus haben Lesehungrige jetzt eine neue Gelegenheit, sich mit Literatur zu versorgen: in einer ausgedienten Telefonzelle.

Auf dem Senftenberger BTU-Campus haben Lesehungrige jetzt eine neue Gelegenheit, sich mit Literatur zu versorgen und Ausgelesenes, das nicht mehr benötigt wird, an Interessierte weiterzugeben. Direkt neben dem Eingang zur Mensa hat eine ausgediente Telefonzelle frisch aufpoliert einen neuen sinnvollen Verwendungszweck als Büchertauschregal gefunden.

Erst vor kurzem im Rahmen eines studentischen Campus-Flohmarktes eröffnet, nutzen inzwischen schon zahlreiche Literaturfreunde diese Möglichkeit. Jeder kann Bücher oder auch Gemeinschaftsspiele mitbringen, um sie gegen andere zu tauschen, die sich in den Regalen der Telefonzelle reihen.

Die Idee zu diesem Projekt hatte bereits 2016 Maximilian Lauermann, der damals dem Studierendenrat angehörte. Oussama Kabbaj, der aus Marokko stammt, an der BTU Wirtschaftsingenieurwesen studiert und sich im Programm „Brücke zum Studium“ engagiert, setzte diese jetzt gemeinsam mit Melanie Hilbig und Boubker Kabbadj aus dem Studiengang Therapiewissenschaften in die Tat um. Die Telefonzelle wurde von ihnen geschliffen, gestrichen und restauriert. Mit signalroter Farbe lädt sie nun zum Lesen ein.

„Herzlich willkommen in unserer kleinen Bibliothek!“, ist unter anderem an einer Seitenwand zu lesen. „Wenn dir ein Buch gefällt, so nimm es mit und behandle es mit Respekt! Erkunde die Seele des Buches und bring es wieder hierher zurück! Hast du zu Hause Bücher, die genau hierher passen und deren Inhalt andere berühren könnte, so stell sie hier in unsere Reihen! Und denk daran: Es ist ein Privileg, ein Buch zu besitzen und ein Buch zu lesen. Lass dich in eine andere Welt mitnehmen“, heißt es da. „Ein riesiges Dankeschön geht an die Leiterin der Mensa in Senftenberg, Frau Richter, für ihre Unterstützung des Projektes von Anfang an und die Hilfe bei der Suche nach einer Telefonzelle. Ohne sie hätten wir das Projekt nie zu Ende bringen können“, sagt Oussama Kabbaj.

(cw)