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Bildungszentrum
Am Rundling der Kita Kunterbunt fehlt noch Farbe

Der Rohbau ist abgeschlossen und die Fenster sind am neuen Anbau eingesetzt.
Der Rohbau ist abgeschlossen und die Fenster sind am neuen Anbau eingesetzt. FOTO: Anja Brautschek
Großräschen. Schon jetzt ist der neue Mehrzweckraum am Bildungszentrum in Großräschen ein Blickfang. Von Weitem fällt der neue Anbau mit den ovalen Wänden sofort ins Auge. Anja Brautschek

Mittlerweile ist der Rohbau fertiggestellt und lässt erahnen, wie der Rundling sich später in den Gebäudekomplex einfügt. Bodentiefe Fenster sorgen für viel Licht in dem großen Raum. Sie sind bereits eingesetzt und schützen vor dem herbstlichen Wetter.

"Eltern und Großeltern sind sehr interessiert", erzählt Kita-Leiterin Karin Windolf. Bei den Besuchen am Morgen und Nachmittag verfolgen sie das Baugeschehen. Die Vorfreude bei Eltern, Kindern und den Kita-Mitarbeitern ist groß, wenn der Mehrzweckraum zum Jahresende bezogen werden kann.

Dann haben alle viel mehr Platz. Mit dem Neubau erhöht die Stadt Großräschen als Träger die Kapazität des Speiseraumes von bislang 70 auf dann 140 Plätze. Denn auch die Grundschüler nutzen die Essensversorgung des Hauses Kunterbunt. Der Mehrzweckraum mit seiner offenen Bauweise kann künftig auch für Elternabende, die pädagogische Betreuung der Hortkinder oder andere Veranstaltungen genutzt werden.

Bis dahin ist jedoch noch einiges zu tun. Nach der Fertigstellung des Rohbaus folgen nun der Innenausbau und die Gestaltung der ungewöhnlichen, ovalen Fassade. Wenn alles planmäßig umgesetzt werden kann, sollen die Bauarbeiten bis Mitte Dezember abgeschlossen werden. Das teilt Stadtsprecherin Kati Kiesel auf RUNDSCHAU-Nachfrage mit. Insgesamt investiert die Stadt damit 350 000 Euro in das Bildungszentrum. Die Kosten werden mithilfe von Fördermitteln aus dem Städtebauförderprogramm Stadtumbau sowie einem Eigenanteil aus dem Stadthaushalt gestemmt.

Der Bau des Anbaus erfolgt unter laufendem Betrieb. Weder die Kita-Kinder, noch die Schüler der benachbarten GutsMuths-Grundschule müssen dafür ihre Einrichtungen verlassen. "Die Ruhezeiten werden von den Firmen problemlos eingehalten. Für uns ist das keine Belastung", so Karin Windolf. Im Gegenteil. Der erste Bagger wurde besonders von den Kindern sehnsüchtig erwartet, sagt die Kita-Leiterin. Regelmäßig geben die Arbeiter Hinweise an die Erzieher weiter, wann ein neues Fahrzeug anrollt oder Spannendes auf der Baustelle passiert. So können die Kinder mit eigenen Augen beobachten, wie der Anbau peu à peu weiterwächst. Für den Nachwuchs ist das ein großes Abenteuer. Regelmäßig stehen die Kinder an den Fensterscheiben und verfolgen das benachbarte Treiben.

Und auch in der Konzeption wird die Kita einbezogen. Bei Fragen der Farbgestaltung oder bei der Auswahl des Inventars kann die Kita-Chefin ihre Vorschläge und Kenntnisse einbringen. "Es sind Top-Absprachen. Und alle ziehen voll mit", zeigt sich Karin Windolf zufrieden mit der Umsetzung.