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| 15:24 Uhr

Regionalwettbewerb in Senftenberg
In Senftenberg ist logisches Denken gefragt

FOTO: LR / Daniel Roßbach
Senftenberg. 145 Schüler aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz konkurrieren bei der Mathematik-Olympiade auf dem BTU Campus in Senftenberg um Preise und Plätze beim landesweiten Wettbewerb. Von Daniel Roßbach

Fast 150 Schüler/innen aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz traten am Mittwoch beim Regionalwettbewerb der Matheolympiade in der Brandenburgischen Technischen Hochschule in Senftenberg an.

Die Kinder und Jugendlichen von der 3. bis zur 12. Klasse hatten sich dafür in den Wettbewerben ihrer Schulen qualifiziert. Nach den Regionalwettbewerben, die in ganz Deutschland am Mittwoch zum gleichen Termin ausgerichtet wurden, qualifizieren sich die besten von ihnen für den landesweiten Wettbewerb. Dort haben sie die Chance, weiter zum Bundesfinale zu kommen, das für die aktuelle Mathematik-Olympiade — die 58. — im Mai in Chemnitz stattfinden wird.

Immerhin zum Landeswettbewerb hat es Jakob schon einmal geschafft. Der Zehntklässler vom Gymnasium in Schwarzheide nimmt wie seine Mitschüler Maja und und Marius zum vierten Mal an der OSL-Runde der Talentförderung teil. Gefragt, wie sie die Aufgaben in diesem Jahr finden, sind alle drei sich einig: „Es war leichter als erwartet.“

Dabei sollen die Aufgaben, die von den Teilnehmern des Wettbewerbs zu lösen sind, etwas schwerer als der Stoff der jeweiligen Klassenstufe sein. Vor allem zielen sie auf das logische Denkvermögen der Kinder und Jugendlichen ab, wie Lehrer Ron Geißler vom Emil-Fischer-Gymnasium in Schwarzheide erklärt. An seiner Schule gibt es für mathematisch interessierte und begabte Schüler/innen ein Förderprogramm, das unter anderem in Vorbereitung auf die Olympiade Exkursionsfahrten veranstaltet. Volle Stundenpläne mit täglich 8 Stunden machen es in den höheren Klassenstufen aber schwierig, an solchen AG’s teilzunehmen, wie Maja vom Gymnasium in Schwarzheide erzählt.

Im Rahmenprogramm des Wettbewerbs stellt sich auch die gastgebende Hochschule den älteren Schülern vor. Auch wenn viele der Schüler wie Marius noch nicht wissen, was sie einmal studieren möchten, sind die Teilnehmer des Mathe-Wettbewerbs natürlich für die Hochschule als zukünftige Studenten interessant. Die jüngeren Schüler konnten sich zwischen ihren Klausuren und der Siegerehrung, bei der die besten drei Ergebnisse jeder Klasse ausgezeichnet wurden, mit Klettern, im Schwimmbad oder beim Bowling beschäftigen.

Die Schülerinnen und Schüler, die in Senftenberg um gute Platzierungen konkurrieren, kommen von den Grundschulen und den drei Gymnasien im Landkreis. Oberschulen sind bei der Mathe-Olympiade nicht vertreten. Lehrer Ron Geißler sagt, dass das zum einen der Annahme geschuldet ist, dass die talentiertesten Schüler bei der Spreizung der Schulwege zur siebten Klasse auf die Gymnasien kommen. Zum anderen sei für Oberschulen aber auch der personelle Aufwand zur Betreuung der Schüler schwer zu leisten. Weil der Wettbewerb von Sponsoren gefördert wird, fallen für die teilnehmenden Schüler keine Kosten etwa für die Anreise mit dem Bus an.