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| 20:45 Uhr

Weltkriegsmunition in Frauendorf?
Bürgermeister warnt vor tickenden Zeitbomben

 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind  bis heute extrem  gefährlich.
Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind bis heute extrem gefährlich. FOTO: dpa / ---
Frauendorf. Weltkriegsmunitions-Funde sind in Brandenburg nach wie vor ein Dauerthema. Altmunition wird auch an Frauendorfer Teichen vermutet.

Die Debatte um alte Weltkriegsmunition reißt nicht ab. Die zuletzt veröffentlichten Beiträge zu Granatfunden rings um das ehemalige Brabag-Werk in Schwarzheide haben auch viele ältere Frauendorfer aufhorchen lassen. Das bestätigt Bürgermeister Mirko Friedrich. Er spricht von „tickenden Zeitbomben im Bereich der Frauendorfer Teiche“. Aus Gesprächen mit den Nachbarn sei ihm bewusst geworden, dass die Gegend auch zu dem Gebiet gehöre, in dem in der Kriegszeit bewusst Ablenkung für die Brabag betrieben worden sei. „Unsere Grundbesitzer haben diesbezüglich eine Last zu tragen, wofür sie nicht verantwortlich sind“, sagt Friedrich. Ebenso wie der amtierende Ruhlander Amtsdirektor Christian Konzack vor Kurzem formulierte, ist auch Friedrich der Meinung, „dass dieses Problem durch das Land Brandenburg gelöst werden sollte“. Die natürliche Zersetzung der Munition berge riesige Gefahren. Friedrich: „Die betroffenen Eigentümer können nichts dafür, dass die Brabag an vielen Stellen nachgebildet wurde.“ Er hoffe darauf, dass sich „unsere Landtagsabgeordneten stark machen“ können.

Die Region um Schwarzheide und Ruhland ist ein Altmunitions-Schwerpunkt in Brandenburg. Das Land hat mit 392 000 Hektar den höchsten Anteil an belasteten Gebieten in der Bundesrepublik. Jahr für Jahr werden durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Hunderte Tonnen Spreng- und Brandbomben, Minen, Granaten und Raketen vernichtet.