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| 11:24 Uhr

Oberspreewald-Lausitz
Sechs tote Jungstörche in nur einem Monat

 Das Storchenjahr 2019 hat in der Region Senftenberg bereits durchwachsen begonnen. Anno 2018 sind 20 Jungtiere flügge geworden.
Das Storchenjahr 2019 hat in der Region Senftenberg bereits durchwachsen begonnen. Anno 2018 sind 20 Jungtiere flügge geworden. FOTO: Kerstin Meyer
Lauchhammer. Unfälle oder Krankheit? Ein Experte befürchtet erneut eine durchwachsene Strochensaison. Von Torsten Richter-Zippack

Drei Jungvögel sind im Frühjahr im Hermsdorfer Horst geschlüpft. Jetzt ist das Trio tot. Mehr noch: Auch einer der beiden Altstörche lebt nicht mehr. „Er hat einen Stromschlag erhalten“, sagt der ehrenamtliche Storchenbetreuer Werner Blaschke aus Lauchhammer. Bereits im vergangenen Jahr haben mehrere Hermsdorfer Jungstörche das Ende des Sommers nicht überlebt. „Damals waren nur zwei der insgesamt vier Vögel ausgeflogen“, erinnert sich Blaschke. Die Todesursache sei nicht bekannt. Der Experte verweist aber auf Untersuchungen von jungen Störchen in Brandenburg, bei denen eine Lungenkrankheit festgestellt wurde.

Ebenfalls drei tote Jungstörche sind im Juni in Grünewald festgestellt worden. Auch dort sei die Todesursache bislang nicht bekannt.

Jungstörche machen Hoffnung

Immerhin gibt es in einer ganzen Anzahl von Horsten im Altkreis Senftenberg gesunden Nachwuchs. „Wir haben Nestjunge in Biehlen, Freienhufen, Großkmehlen, Jannowitz, Kroppen, Schwarzbach, Lauchhammer-West und Grünewalde festgestellt“, sagt Werner Blaschke. Wie viele es sind, kann er noch nicht sagen. Im Jahr 2018 waren insgesamt 20 Jungstörche ausgeflogen.

Der Lauchhammeraner bezeichnet die bisherige Storchensaison 2019 als schlecht. Hauptursache bilde die Futtersituation. Durch die Trockenheit sind Frösche und Heuschrecken knapp und die Storchenpaare reduzieren die Anzahl ihrer Jungen.