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Altes Schulhaus fordert Handwerker

Manuel Scholz beim Abbrennen der alten Farbe an den Holzfenstern der denkmalgeschützten Waldschule Lauchhammer-Ost.
Manuel Scholz beim Abbrennen der alten Farbe an den Holzfenstern der denkmalgeschützten Waldschule Lauchhammer-Ost. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Lauchhammer. Holzfenster der denkmalgeschützten Waldschule in Lauchhammer-Ost werden auf Vordermann gebracht. Das ist auch ein finanzieller Kraftakt für die Stadt. Kathleen Weser

Die Stadt Lauchhammer bringt die Waldschule Lauchhammer-Ost, ein denkmalgeschütztes Schulhaus mit Bauhaus-Elementen aus den 30er-Jahren, auf Vordermann. Und das kostet viel Kraft und Geld. Derzeit werden die mehr als 100 Holzfenster saniert. Das bestätigt Rotraud Köhler, die Sprecherin der Stadt. "Jedes Fenster hat einen anderen Sanierungsbedarf und muss individuell angefasst werden", erklärt sie. Während der Ferien werden die Fenster der Klassenräume saniert. Danach sind bis Oktober die Fenster der Flure und anderen Räumen an der Reihe. 400 000 Euro müssen dafür etwa ausgegeben werden. 90 000 Euro kommen aus dem Fördertopf des Landes Brandenburg. Den Großteil stemmt die Stadt mit dem eigenen Haushalt. In zwei Klassenräumen werden zudem die Elektroanlagen erneuert, bevor der Maler mit frischer Farbe zum Zuge kommt.

Manuel Scholz von der beauftragten Tischlerei Leschke in Fürstlich Drehna (Landkreis Dahme-Spreewald) bestätigt, jedes Fenster muss in die Hand genommen werden. Allein das Abbrennen der alten Lackschichten koste pro Doppelfenster gut einen Tag. Schäden müssen ausgebessert und die Rahmen mit dem neuen schützenden Anstrich versehen werden. An den Waldschule-Fensterflügeln kommen auch die Lehrlinge des Unternehmens zum Einsatz.

Das altehrwürdige Schulhaus mit dem Lehrschwimmbad, das der Architekt Heinrich Otto Vogel 1930 geplant hatte, ist für die Handwerker anspruchsvoll.

Neben dem großen Investitionsbrocken wird die Stadt Lauchhammer auch an der kleinen Gartenschule in West aktiv: Dort rücken Maler und Fußbodenleger an, um das Musikzimmer flottzumachen. Auch der Umbau der Essenausgabe im Speisesaal steht auf dem Arbeitsplan, so Rotraud Köhler.