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| 19:32 Uhr

Ruhland
Alte Gas-Trasse aus DDR-Zeiten wird an der Elster beseitigt

Ende Mai wurde direkt an der Elster nahe dem Zollhaus in Ruhland eine Enteisungsanlage aufgebaut. Sie befindet sich dort, wo bis in die 1990er-Jahre die alte Elsterbrücke stand.
Ende Mai wurde direkt an der Elster nahe dem Zollhaus in Ruhland eine Enteisungsanlage aufgebaut. Sie befindet sich dort, wo bis in die 1990er-Jahre die alte Elsterbrücke stand. FOTO: Torsten Richter-Zippack
Ruhland. Neben der Ruhlander Zollhausbrücke wird jetzt gebaut. Das Wasser des Flusses wird für diese Zeit zugleich von Eisen gereinigt. Von Torsten Richter-Zippack

An der Ruhlander Zoll­hausbrücke über die Schwarze Elster gibt es seit Ende Mai eine neue Baustelle. Der Leipziger Ferngasnetzbetreiber Ontras baut dort eine alte Gasleitung zurück. Nach Angaben von Unternehmenssprecher Ralf Borschinsky führt diese Trasse von Lauchhammer in Richtung Hoyerswerda. Sie wurde bereits zu DDR-Zeiten erbaut und diente der Stadtgasversorgung. Im August 2016 ist jedoch eine neue, moderne Leitung in Betrieb gegangen.

Auf dem Areal an der Ruhlander Zollhausbrücke stehen jetzt mehrere hohe blaue Behälter. Diese gehören zu einer Anlage, die das überschüssige Eisen aus dem Wasser der Schwarzen Elster entfernt. „Wir müssen für unsere Bauarbeiten das Wasser im Fluss absenken. Da es viel Eisen enthält, haben die Behörden den Bau dieser Anlage angeordnet“, erklärt Borschinsky. „Wir tun also auch etwas für die Umwelt.“

Die alte Gasleitung steckt einen guten Meter tief im Boden. Sie verläuft auch unter der viel befahrenen Straße von Ruhland nach Schwarzheide (L 55). Mit einer baubedingten Sperrung sei aus diesem Grund indes nicht zu rechnen, höchstens mal mit einer Baustellen-Ampel. Aber in der Regel würden die Autofahrer vom Leitungsrückbau kaum etwas mitbekommen.

Die Baustelle werde ohnehin gen Osten wandern. Bis zum Spätsommer sei die Maßnahme erledigt, kündigt die Ontras GmbH an. Die geborgenen Rohre würden fachgerecht entsorgt. „Wir können sie nicht einfach im Boden belassen, da wir sie sonst weiter kontrollieren müssten“, sagt Borschinsky.

Obwohl die Baustelle nur einen Steinwurf vom Ruhlander Zollhaus entfernt liegt, befindet sie sich bereits auf Schwarzheider Gemarkung. Der Rückbau sei für die Stadt eine gute Sache, erklärt der örtliche Bauamtsleiter Frank Pradel.