Senftenberger Montagsdemo vor - so der Veranstalter - 250 Teilnehmern, erstattete Kerstin Weidner von der Aktionsgruppe Bericht:

Reales Bild vermittelt
Eine Stunde nahm sich Fritsch für den Besuch aus Senftenberg Zeit. Mit zugegen bei der Auswertung der „Frustzettel“ waren auch die Senftenberger Landtagsabgeordneten Martina Gregor (SPD) und Dr. Gerd-Rüdiger Hoffmann (PDS). Thema, so Kerstin Weidner, waren die Hartz IV-Probleme: der aus Sicht der Aktionsgruppe zu niedrig angesetzte Netto-Lohn für arbeitende Mitglieder der „Bedarfsgemeinschaft“ . Oder die gerade in Senftenberg sehr geringen Chancen, einen Job zu bekommen.
Gunter Fritsch, so Kerstin Weidner, habe darauf verwiesen, dass Hartz IV nun mal ein bundesweites Gesetz sei. Die PDS-Fraktionsvorsitzende Dr. Dagmar Enkelmann sei neugierig gewesen auf Senftenberger Praxis-Berichte über die Einführung von Hartz IV. Kerstin Weidner: „Wir haben die Erfahrungen unserer Demonstranten weitergegeben, damit bei Politikern ein reales Bild ankommt.“ Die Erkenntnis des Besuchs in Potsdam sei gewesen: „Wenn wir die Straße verlassen, wird Hartz IV knallhart durchgesetzt und die Verelendung nimmt ihren Lauf.“

Prompte Wirkung
Für Montagsdemo-Nachrichtensprecher André Wendland von der Aktionsgruppe hat der Senftenberger Besuch in Potsdam prompte Wirkung gezeigt: „Nur vier Tage nach unserem Erscheinen hat Finanzministerin Dagmar Ziegler eine Initiative des Landes Brandenburg angekündigt. Der Bund soll bewegt werden, Hartz IV nachzubessern.“ Für Wendland und seine Mitstreiter von der Aktionsgruppe wäre ein Angleichen der gewährten Leistung im Osten an das West-Niveau jedoch nicht ausreichend. André Wendland: „Hartz IV muss ganz weg.“