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Aktionsbündnis für klare Spree bestätigt Vereinsspitze

Vetschau. Der Lübbener Peter Stephan bleibt Vorsitzender des Aktionsbündnisses "Klare Spree". Das hat die Jahresmitgliederversammlung bestätigt. SvD

Sein Stellvertreter ist nun der Neuhausener Bürgermeister Dieter Perko. Komplettiert wird der Vorstand für die kommenden drei Jahre von Gisela Hovestadt als Kassenwart sowie Winfried Böhmer und Edelbert Jakubik. Das teilt Marcel Tisch vom Bündnis mit.

Während der Versammlung hat zudem Hans-Georg Thiem, der Koordinator der Landesregierung und Präsident des Landesbergamtes, auf das jüngst beschlossene Verwaltungsabkommen für die Jahre 2018 bis 2022 zwischen dem Bund und den Ländern als eine wesentliche Grundlage zur Finanzierung der zukünftigen Maßnahmen gegen die Verockerung der Spree hingewiesen. Thiem zufolge stehen dem Land Brandenburg aus dem Verwaltungsabkommen fast 600 Millionen Euro für die Tagebausanierung zur Verfügung.

Thiem informierte weiterhin, dass der vom Aktionsbündnis geforderte strategische Gesamtplan zur Senkung bergbaubedingter Einflüsse im Oktober 2017 den Landtagsabgeordneten und dem Aktionsbündnis vorgestellt wird. Der Südraum um Spremberg wird künftig Schwerpunkt sein. Auch zum Schutz des Spreewaldes. In seinem Bericht ging Thiem auch auf die Deponierung des Eisenockerschlammes ein. Das Konzept soll den Bergbausanierer LMBV bis Ende 2017 erarbeiten. Thiem hat klargestellt, dass touristisch genutzte Seen zukünftig von der Deponierung ausgeschlossen werden sollen.

Da wesentliche Belastungen auf sächsischer Seite entstehen, forderte das Aktionsbündnis zur Bewältigung Spreeverockerung eine stärkere Kooperation mit dem Freistaat, sagt Marcel Tischer. Weiterhin wiesen Vertreter der "Klaren Spree" daraufhin, dass bei der Erarbeitung von Lösungen zur Reduzierung der bergbaubedingten Einflüsse stärker das Potenzial der regionalen, wissenschaftlichen Einrichtungen, wie der Lausitz-Uni genutzt werden muss.

Weitere Informationen: www.klare-spree.de