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| 14:37 Uhr

Besuch der Familie von Minkwitz
Adelsfamilien erkunden Lindenau

Arnd und Heike von Minkwitz und Alexander von Gersdorff (r.) schauen gemeinsam mit dem stellvertretenden Lindenauer Bürgermeister Andre Günther (l.) den Herrschaftssitz ihrer Vorfahren an.
Arnd und Heike von Minkwitz und Alexander von Gersdorff (r.) schauen gemeinsam mit dem stellvertretenden Lindenauer Bürgermeister Andre Günther (l.) den Herrschaftssitz ihrer Vorfahren an. FOTO: Mirko Sattler
Lindenau. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 350-Jahr-Feier der Heilandskirche haben auch Vertreter zweier Adelsfamilien, die historisch mit dem Ort verbunden sind, die Amtsgemeinde besucht. Von Mirko Sattler

Für gut zehn Jahre erwarb die Familie von Gersdorff das Schlossanwesen. „Die von Gersdorff waren, wenn auch nur für kurze Zeit, im 18. Jahrhundert die Schlossherren zu Lindenau. Und damit haben wir eine historische Verbindung zu dem Ort, die wir schätzen und die wieder aufgerufen wurde mit der 650-Jahr-Feier des Ortes. Bis dahin war die Verbindung verloren gegangen, und seitdem halten wir sie mit der Pfarrerin und dem Ortsvorsteher“, sagte Alexander von Gersdorff, stellvertretender Vorsitzender des Familienverbandes, bei seinem Besuch am Sonntag. In Sachen Schloss sei er stets auf dem Laufenden. „Ich lasse mich unterrichten und bin neugierig, was sich seither getan hat. Von allem, was ich weiß, ist es nicht ganz einfach mit den Rückgabeansprüchen. Die von Gersdorff selbst sind da nicht mehr beteiligt, aber es ist spannend zu sehen, ob das Schloss zum Mittelpunkt des Ortes wird“, so der Adelsvertreter, deren Vorfahr einst den Schlossgarten 1736 als Barockgarten anlegte.

Etwas länger geht der Stammbaum der Familie von Minckwitz in Lindenau zurück. Im Jahr 1684 ließ Loth Gotthard von Minckwitz, der am 11. Februar 1611 in Lindenau geboren als einziges Kind des Kaiserlichen Rates Georg Caspar v. M. (*01.04.1576) auf der Herrschaft Drehna, Lindenau und Tettau das Schloss zu einem zweigeschossigen, blockhaften Rechteckbau ausbauen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg 1668 ließ der Adlige die alte, hölzerne Kirche von Lindenau abtragen und eine neue, steinerne errichten. „Wir sind wegen des 350. Geburtstages des Gebäudes hier. Aus diesem Anlass sponsern wir auch der Gemeinde ein Baum vor der historischen Heilandkirche, die auf die Familie von Minckwitz zurückgeht. Wir unterstützen die Kirche immer punktuell. Ein Anlass war zum Beispiel die Rekonstruktion des Familienwappens 2002. Wenn irgendetwas Familienbezogenes ist, sind wir wieder gern dabei“, sagte der Sprecher des Familienverbandes derer von Minckwitz, Arnd von Minckwitz. Die Vertreter beider Familien verfolgen die Geschehnisse rund um das Schloss und bekräftigten, bei Einzelstücken und Projekten gern behilflich zu sein. Zum Abschluss besichtigten sie zusammen mit dem stellvertretendem Bürgermeister André Günther das Schloss von außen und ließen sich auf den neusten Stand bringen.