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Achtung: Hochspannung in der Festung Senftenberg

"Achtung, Hochspannung! – vom Blitz zum Motor" heißt die aktuelle Ausstellung. Museumspädagoge Dirk Ehrhardt findet es spannend, die Vorläufer der heute elektrischen Geräte zu betrachten.
"Achtung, Hochspannung! – vom Blitz zum Motor" heißt die aktuelle Ausstellung. Museumspädagoge Dirk Ehrhardt findet es spannend, die Vorläufer der heute elektrischen Geräte zu betrachten. FOTO: mcl2
Staunen und lernen, entdecken und spielen – ein Museumsbesuch muss nicht langweilig sein. Spannende Geschichte(n) aus der Vergangenheit entdecken und erleben sowie moderne Technik verstehen lernen, das geht auch in Senftenberg. mcl2

Mit einer Experimentierausstellung zum Anfassen wird noch bis zum 5. März in das Museum Schloss und Festung Senftenberg gelockt.

Wie wurden vor Erfindung des Föns die Haare getrocknet? Wie wird Toast von beiden Seiten kross? Woher kommt frische Luft, wenn nicht aus dem Ventilator? Ob Beleuchtung, Verkehr, Kommunikation, Medizin - unendlich viele Anwendungen bestimmen den Alltag. Noch vor etwas mehr als 200 Jahren ahnte keiner diese Entwicklung. Bis schließlich in den spannenden Jahren zwischen 1800 und 1880 eine revolutionäre Technologie die Tür in ein neues Zeitalter aufstieß.

In diese Zeit lädt die Sonderausstellung im Museum ein. Erzählt wird die Kultur- und Technikgeschichte der Elektrizität. Es geht um die Ehrfurcht der Menschen vor Gewitter, elektrisierende Stoffe, lebensgefährliche Versuche und singende Drähte. Vorgestellt werden bahnbrechende Erfindungen von der ersten Batterie bis zum Elektromotor. Sehr unterhaltsam sind historische Werbefilme von den 1920er- bis in die 1950er-Jahre. Aufgereiht präsentieren sich Elektrogeräte und ihre historischen Vorgänger. "Spannend wird es an den zwölf Experimentierstationen - anfassen und ausprobieren ist ausdrücklich erlaubt", sagt Museumssprecherin Jenny Linke. Ein Begleitprogramm mit Familiennachmittagen und Exkursionen komplettiert die Sonderausstellung. Die Wanderausstellung wurde vom Museum Eulenburg im niedersächsischen Rinteln entwickelt. Dass die Geschichte der Elektrizität nicht trocken, sondern interaktiv erzählt werden kann, dafür sorgte Mitarbeiter Tom Fehrmann, der die Ausstellung nach Senftenberg geholt hat.

Familiennachmittage gibt es am 5. und 26. Februar von 14 bis 17 Uhr. Die Programmbestandteile haben die Titel: Lasst es blitzen und donnern - historische Experimente; Probefahren mit dem meistverkauften E-Auto der Welt - Nissan Leaf; Puppentheater und experimentieren mit Inspektor Energie (5. Februar, Anmeldungen empfohlen) und Experimentieren mit dem VDIni-Club der Kinderuni Senftenberg (26. Februar)

Exkursionen am 8. Februar, um 15 und um 17 Uhr, am 22. Februar um 14 und 16 um Uhr führen zum Eurospeedway Lausitz und zu EEW Energy from Waste Großräschen GmbH. Anmeldungen unter Telefon 03573 2628 oder martin-baumgart@museum-osl.de.

Das Museum bietet für Familien interessanten Spiel-Raum für Entdeckungen, Experimente und ganz viel Geschichte(n). Wie passt die Geschichte Sachsens mit der von Brandenburg und Senftenberg zusammen? Wer stellt aktuell seine Kunst aus? Schon mal einen Schokoriegel aus der Brikettpresse gezogen oder den Erzählungen von Zeitzeugen gelauscht? Im Museum kann auch Kinder-Geburtstag gefeiert werden.

In Arbeit ist ein historischer Stadtrundgang für Familien. Dazu wird es ein passendes Begleitheft geben. Das Kinder- und Jugendparlament wirdes Anfang Februar testen und bewerten.