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| 16:06 Uhr

Häuslebauer zieht es in die Innenstadt
Abrissflächen in Senftenberg stark nachgefragt

Heiß begehrt in Senftenberg: Die durch den Abriss des elfgeschossigen Hochhauses freigewordene Fläche zwischen Bergbaustraße und Steindamm ist komplett vergeben. Vom Dach des Parkhauses an der Adolf-Hennecke-Straße hat man einen guten Überblick auf das etwa 11 500 Quadratmeter große Areal.
Heiß begehrt in Senftenberg: Die durch den Abriss des elfgeschossigen Hochhauses freigewordene Fläche zwischen Bergbaustraße und Steindamm ist komplett vergeben. Vom Dach des Parkhauses an der Adolf-Hennecke-Straße hat man einen guten Überblick auf das etwa 11 500 Quadratmeter große Areal. FOTO: LR / Jan Augustin
Senftenberg. Häuslebauer wollen in die Innenstadt. Das Filetstück am Schlosspark-Center in Seenähe ist bereits vergeben. Von Jan Augustin

Noch steht nur das „Haus Marlene“ auf der Fläche, wo früher das elfgeschossige Hochhaus und seine Parkplätze für Senftenberg stadtbildprägend waren. Doch die 2016 gebaute dreigeschossige Villa mit Flachdach bekommt bald Nachbarn. In bester Innenstadtlage, nicht weit vom Senftenberger See entfernt, sind alle der zwölf Baugrundstücke auf einer Fläche von gut 11 500 Quadratmetern vergeben. Das bestätigt Ralf Weide, Sprecher der Kommunalen Wohnungsgesellschaft (KWG). „Bisher hat die KWG sechs Baugrundstücke an Bauwillige veräußert. Zu den restlichen sechs Bauflächen liegen verbindliche Kaufzusagen vor“, erklärt er. Für wie viel Geld die Filet-Grundstücke den Eigentümer gewechselt haben, will der Unternehmenssprecher nicht verraten. Das Geschäft wird sich aber gelohnt haben. Der aktuelle Bodenrichtwert für dieses Areal liegt bei stattlichen 90 Euro pro Quadratmeter. Mit Ausnahme des Stadthafens ist das der höchste Wert in der Kreisstadt.

Mit der Frage, wie mit den Rück­bauflächen langfristig umzugehen ist, „beschäftigt sich die KWG im Rahmen der Möglichkeiten zur Nachnutzung intensiv“, betont Ralf Weide und ergänzt: „Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage an innerstädtischen Bauflächen wird der Großvermieter im Zusammenwirken mit der Kommune weitere Abrissflächen nachentwickeln.“

Im Rahmen des Stadtumbaukonzeptes und des Wohnungsleerstandes habe die KWG seit 2002 in Senftenberg 2098 Wohnungen vom Markt genommen. Gegenwärtig bewirtschaftet die KWG in Senftenberg noch rund 60 000 Quadratmeter Brachflächen, die aus dem Rückbau entstanden sind, so Weide. In der Vergangenheit entstanden auf diesen Flächen bereits einige Eigenheimstandorte, etwa in der Robert-Harnau-Straße, Radojewski-, Ernst-Thälmann-, Friedens-, Karl-Ziehm-, Hörlitzer-, Großenhainer-, Erich-Weinert- und in der Bertolt-Brecht-Straße. Zurzeit aber seien keine freien Bauplätze verfügbar.

Infos über künftige Bauparzellen unter Telefon 03573 77234