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Abgeordnete befürchtet mit Lausitzkreis Verlust politischer Vielfalt

Senftenberg. Der rot-rote Plan eines Lausitzkreises ist nicht nur bei der größten Opposition, den Christdemokraten, auf Kritik gestoßen. Unmutsbekundungen werden jetzt auch von fraktionslosen Abgeordneten laut. Jan Augustin

So lehnt die OSL-Kreistagsabgeordnete Kerstin Weidner (Agsus) den Vorschlag ebenfalls ab. "In dem sehr großen Lausitzkreis sehe ich persönlich die Gefahr, dass kleine Bürgerinitiativen oder Bewegungen gar keine Rolle mehr spielen werden", teilt Weidner mit. Sie befürchtet, dass die ehrenamtlichen Politiker den Aufwand nicht mehr stemmen können, "und somit verschwindet die Vielfalt in der Politiklandschaft. Demokratie lebt nun mal von der Vielfalt, ansonsten sind wir einem großen Schritt zur Diktatur nahe", sagt Weidner. SPD und Linke hatten vor einer Woche die Zuschnittspläne vorgestellt. Demnach ist für die Lausitz ein Kreis mit Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße und Cottbus vorgesehen.