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| 02:48 Uhr

Abfallverband plant den Bau von zwei neuen Wertstoffhöfen

Der jüngste der aktuell vier Wertstoffhöfe des Verbandes befindet sich bei Hörlitz. Hier steigen die Annahmemengen am stärksten.
Der jüngste der aktuell vier Wertstoffhöfe des Verbandes befindet sich bei Hörlitz. Hier steigen die Annahmemengen am stärksten. FOTO: Feller
Lauchhammer. Künftige Annahmestellen im Raum Lauchhammer und Freienhufen ergänzen die Standorte Bad Liebenwerda, Herzberg, Massen und Hörlitz. Manfred Feller /

Die vier Wertstoffhöfe in Bad Liebenwerda, Herzberg und Massen (Elbe-Elster) sowie in Hörlitz (Oberspreewald-Lausitz) sind nicht genug. Der Abfallentsorgungsverband (AEV) "Schwarze Elster" mit Sitz in Lauchhammer wird nach Auskunft seines Verbandsvorstehers Dr. Bernd Dutschmann in den nächsten drei Jahren zwei weitere Wertstoffhöfe aufbauen. Das hat die Verbandsversammlung kürzlich beschlossen.

Entstehen werden je ein Hof im Raum Lauchhammer/Plessa und in Freienhufen auf dem Gelände der Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) des Verbandes. Dafür werden Flächen mit mindestens 5000 Quadratmeter direkt an einer Hauptverkehrsstraße gebraucht.

Warum dieser Aufwand? "Das Kreislaufwirtschaftsgesetz verlangt von uns, dass wir Wertstoffe separat erfassen müssen", sagt Bernd Dutschmann. Angenommen werden aber auch Grünabfälle, Elektroaltgeräte, Kunststoffe, Papier und Schrott. Bislang sei das Netz zu grobmaschig. Besonders im Süden des Verbandsgebietes seien die Wege zu den Annahmestellen zu weit.

Doch damit nicht genug. "Wir wollen die Wertstoffhöfe eines Tages selbst betreiben", so Bernd Dutschmann. Jene in Elbe-Elster werden noch fremd bewirtschaftet. Nur der neueste in Hörlitz bei Senftenberg läuft in Regie des Verbandes. Grund ist die Insolvenz des vormaligen Betreibers, des Selbsthilfevereins. Vorteile dieser Variante sind unter anderem, dass das gesamte Annahmespektrum bedient werden kann, mehr Beratung und eine bessere Öffentlichkeitsarbeit möglich sind, sagt der Verbandsvorsteher.

Durch die Wertstoffhöfe erzielt der AEV Einnahmen, die in die Gesamtkalkulation einfließen und mithelfen, die Gebühren für die Haushalte möglichst stabil zu halten. Allerdings werden Schrott, Papier und Textilien vergütet. Sperrmüll wird dagegen kostenfrei abgenommen, weil dieser über die Grundgebühr bereits bezahlt ist. Auch für Elektrogeräte ist nichts zu bezahlen, jedoch für Grünabfälle und Bauschutt.

Auf der anderen Seite gibt es private Annahmestellen, zum Beispiel für Papier und Schrott. Diese werden ebenfalls gern genutzt, weil es dort auch ein paar Cent fürs Kilogramm Abgabemenge gibt.

Die Wertstoffhöfe des Abfallverbandes werden gut besucht. "In den vergangenen Jahren haben wir eine deutliche Steigerung der Mengen registriert, vor allem in Hörlitz", sagt der Vorsteher. Insgesamt waren es 2015 etwa 2100 Tonnen und im Vorjahr rund 3400 Tonnen. Größte Fraktionen waren Grünabfälle mit 1300 und Sperrmüll mit 1270 Tonnen.

Je mehr Müll in Tonnen und auf den Wertstoffhöfen landet, desto weniger wird in die Natur gekippt. Sollt man meinen. "Die Kosten für das Entsorgen illegaler Ablagerungen vor allem in den Wäldern sind in den vergangenen Jahren in etwa konstant geblieben", informiert der Verbandsvorsteher weiter.

Die beiden neuen Wertstoffhöfe im Raum Lauchhammer/Plessa und in Freienhufen sollen noch einmal einen Schub geben. Betreiben will der Verband die perspektivisch sechs Annahmestellen mit acht eigenen Mitarbeitern, die je nach Öffnungszeit zwischen den Standorten pendeln müssen.