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Abfallverband meldet deutliche Entspannung am Beschwerde-Telefon

Lauchhammer. Das Beschwerde-Barometer beim Abfallentsorgungsverband (AEV) Schwarze Elster sinkt. 56 258 Abfallbescheide sind im März an die Haushalte in Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster verschickt worden; mit geringer Reaktion seitens der Bürger. KaWe

Verbandsvorsteher Bernd Frosch interpretiert dies positiv mit "perfekter Organisation und hoher Akzeptanz" der Arbeit seiner Mannschaft.

Auch der Protest gegen das Mindestentleerungsvolumen sei deutlich geringer als im Vorjahr ausgefallen. 2014 hatten etwa 4000 Bürger die neue Pflicht, für mindestens 156 Liter Restmüll pro Kopf und Jahr zahlen zu müssen, per Draht sehr kritisch und auch empört hinterfragt. Bis zur Einführung dieser Pflichttonnen hatten etwa elf Prozent der Haushalte im Jahr überhaupt keinen Restmüll abfahren lassen. Widersprüche waren laut Verband fast 150 zu bearbeiten. In diesem Frühjahr seien lediglich etwa 1500 Anrufe und 28 Widersprüche eingegangen. Nur 16 davon betreffen noch die Restmüll-Pflichttonnen, so Bernd Frosch.

Eine Klage sei zum Thema noch anhängig. Auf dem Prüfstand stehe die grundsätzliche Frage, ob ein Mindestentleerungsvolumen festgelegt werden dürfe. Der Verbandsvorsteher sieht dem Verfahren gelassen entgegen. Bernd Frosch sagt: "Die bisherige Rechtssprechung ist in dem Fall eindeutig."