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| 18:15 Uhr

Reisebericht
Abenteuerer aus Klettwitz einsam in Sibirien auf Tour

Richard Löwenherz auf Tour.
Richard Löwenherz auf Tour. FOTO: Richard Löwenherz
Senftenberg. Sechs Wochen durch menschenleere Wildnis gereist.

Wieder einmal zog es den Abenteurer Richard Löwenherz in das abgelegene Sibirien: diesmal zusammen mit einem Russland-erfahrenen Weggefährten und dem Ziel, die unbewohnte Bergwildnis Ostjakutiens bis zum Pazifik zu durchqueren - jeder mit zwei randvollen Rucksäcken, Proviant für fünf Wochen und einem tragbaren Schlauchboot.

Vor ihnen lag eine beschwerliche Fußetappe gegen die Strömung eines Eisflusses, die Überquerung eines noch im Schnee liegenden Gebirgszuges und schließlich ein 500 Kilometer langes Rafting hinab zum Ochotskischen Meer. Nicht alles kam wie geplant, denn schon während der Gebirgsquerung trennten sich die beiden Abenteurer und schlugen sich auf eigene Faust zur nächsten menschlichen Ansiedlung durch. Rasantes Wasser, durstige Mückenschwärme, angriffslustige Bären und knapper Proviant sorgten für eine haarsträubende Tour mit etlichen Grenzerfahrungen...

Richard Löwenherz ist seit mehr als 15 Jahren begeisterter Abenteuer-Reisender mit einer Vorliebe für die wilden und abgelegenen Regionen der ehemaligen GUS-Staaten. Sein Reisestil ist geprägt vom intensiven Eintauchen in unbekannte Gefilde und dem Ausloten persönlicher Fähigkeiten und Grenzen. Nach etlichen Radtouren durch Russland und Zentralasien, zieht es ihn nun in die schwer zugänglichen Wildnisgebiete Nordsibiriens.

Dass der junge Mann aus Klettwitz so gern auf Achse ist, scheint mit seinem Beruf zu tun zu haben. Schließlich hat er im Jahr 2012 sein Geografie-Studium an der Freien Universität Berlin abgeschlossen. Klar, dass es während der Diplomprüfung um Zentralasien ging. Inzwischen ist Richard Löwenherz in einem Berliner Unternehmen als Meteorologe tätig.

Seine neuerlichen Reiseerlebnisse nach sechs Wochen in menschenleerer Wildnis präsentiert Richard Löwenherz am 8. Dezember unter dem Titel „Verloren in Sibirien“ hautnah bei einem Lichtbilderabend im Bürgerhaus Wendische Kirche in Senftenberg.

(kw)