Wenig Zeit haben die Arnsdorfer Dorfklubmitglieder. Nicht nur jetzt, da die Vorbereitungen für den nächsten Pferde- und Bauernmarkt vom 11. bis 13. August in der Endphase stecken. "In Arnsdorf ist eigentlich das ganze Jahr über was los und die Vorbereitungen für den nächsten Markt beginnen mit der Auswertung des diesjährigen Festes", sagt Armin Dausel.
Armin Dausel weiß ganz genau, wovon er spricht, denn 15 Jahre leitete er die Geschicke des Arnsdorfer Dorfklubs als Vorsitzender. Nun hat er den Staffelstab an Rick Hoffmann weitergegeben, denn ehrenamtlicher Dorfklub-Chef zu sein, ist eine durchaus stressige Angelegenheit. So ganz zurückgezogen hat sich Armin Dausel indessen nicht: "Er steht uns mit Rat und Tat zur Seite und organisiert auch in diesem Jahr für das Fest alles, was mit Pferden zu tun hat", so Rick Hoffmann.
Pferde sind schon immer eine Leidenschaft von Armin Dausel. "Der Dorfklub hat mich zu einem Pferdebesitzer gemacht", schmunzelt der 48-Jährige. Beim Pferdemarkt sei man immer wieder ins Gespräch mit den anderen Pferdenarren gekommen, und so mussten es dann irgendwann auch eigene edle Vierbeiner sein, berichtet Dausel. Es dreht sich beileibe nicht alles um die Pferde in Arnsdorf, der Dorfklub organisiert noch eine Menge anderer Feste, so zum Beispiel den Weihnachtsmarkt am zweiten Advent, die Ossi-Party im Mai und als neue Tradition soll sich die Schlagernacht im Juni etablieren.
Die bekannteste Veranstaltung ist nach wie vor der Pferde- und Bauernmarkt, der am zweiten Augustwochenende zum 15. Mal stattfindet. Armin Dausel erinnert sich, wie es zu der Traditionsveranstaltung kam: "Wir hatten das Kinder- und Dorffest organisiert und saßen abends zusammen, da hatte Lothar Krause die spontane Idee, einmal einen Pferde- und Bauernmarkt zu organisieren". Gesagt, getan. Es waren gerade noch wenige Wochen zum avisierten Termin und die Dorfklub-Mitglieder kamen heftig ins Schwitzen. "Wir hatten ja kaum Erfahrung mit der Organisation solcher Feste, wo sollten Schausteller herkommen, wie die Leute angesprochen werden." Denn ein gewaltiges Arbeitspensum ist die Vorbereitung und Planung der Dorffeste auf jeden Fall: "Alle arbeiten ehrenamtlich, man muss schon ein Händchen haben, um die Helfer zu motivieren und bei der Stange zu halten". Das Händchen dafür hat Nachfolger Rick Hoffmann ebenso wie Armin Dausel.

Jetzt - nach 15 Jahren Erfahrung - sind manche Dinge bereits Routine, "trotzdem ist jedes Fest anders und immer wieder neu", so Dausel. Auch in diesem Jahr haben sich die etwa 30 Dorfklubmitglieder etwas Neues einfallen lassen. Unter anderem eine Art "anrüchiges Glücksspiel", das Kuhfladenlotto. Rick Hoffmann beschreibt das Spiel so: Ein umgrenztes Areal wird in Planquadrate aufgeteilt, jeder Mitspieler kann ein beliebiges Feld wählen. Dann kommt es auf die Kuh an, denn derjenige auf dessen Feld der Kuhfladen zuerst landet, hat gewonnen.
Was ist nun der Lohn für all die Mühen und Arbeit, für den Stress? Armin Dausels Antwort kommt ohne Zögern: "Wenn sich die Gäste während des Festes amüsieren und viele Leute sagen, ‚Mensch, das habt ihr wieder super hingekriegt'". Da bekäme er jedes Mal eine Gänsehaut, so Armin Dausel. "Das ist der Lohn." Und Rick Hoffmann nickt bestätigend.