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| 15:16 Uhr

Reges Baugeschehen in Oberspreewald-Lausitz
680 Bauanträge pro Jahr im Kreis

Senftenberg. Die Bearbeitungszeit verzögert sich bisher nur bei unvollständigen Unterlagen. Von Jan Augustin

Im Oberspreewald-Lausitz-Kreis wird weiterhin kräftig gebaut. Die Bauaufsichtsbehörde des Landkreises stellt pro Jahr im Durchschnitt rund 680 Baugenehmigungen aus. Das bestätigt Kreissprecherin Sarah Werner. Die Tendenz der vergangenen fünf Jahre sei etwa gleichbleibend. „Schwankungen ergeben sich beispielsweise immer dann, wenn im Rahmen von Förderprogrammen Mittel für die Realisierung von Bauvorhaben bereitgestellt werden“, erklärt die Kreissprecherin. In dieser Zahl nicht berücksichtigt sind Bauvorhaben wie Windkraftanlagen oder Anlagen der Tierhaltung, die einer Zulassung des Landesamtes für Umwelt oder des Amtes für Sicherheit und Arbeitsschutz bedürfen, so Werner. In diesen Fällen werde die von der Bauaufsichtsbehörde zu erteilende Baugenehmigung von der entsprechenden Zulassung eingeschlossen.

Sofern der Bauantrag vollständig sei, könne innerhalb von drei Monaten entschieden werden. Diese Bearbeitungszeit ist in der Brandenburger Bauordnung geregelt. „Gleichwohl muss festgestellt werden, dass die überwiegende Anzahl von Bauanträgen unvollständig eingereicht werden“, erläutert Sarah Werner. Diese Tendenz verstärke sich im Vergleich zu den Vorjahren - mit der Folge, dass sich die bauherrenbedingten Ruhezeiten erhöht haben. Die Gründe dafür könne man nicht pauschal benennen, sondern seien einzelfallabhängig. „Ursachen für die Erhöhung der bauherrenbedingten Ruhezeiten können zum Beispiel die Einführung von Nachweispflichten im Bereich des Brandschutzes, die fachlichen Anforderungen an das Konzept der Niederschlagswasserbeseitigung oder geänderte Regelungen nach dem Energiewärmegesetz sein“, sagt Sarah Werner. Verantwortlich für die Vollständigkeit des Bauantrages und seiner Bauvorlagen sind die im Auftrag der Bauherren handelnden Entwurfsverfasser.

Bei Vorlage vollständiger Bauanträge werden die gesetzlichen Bearbeitungsfristen durch die Kreis-Bauaufsichtsbehörde in der Regel eingehalten, teilt die Kreissprecherin weiter mit.