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| 19:56 Uhr

Tag der offenen Tür beim Chemieriesen
Virtueller Rundflug und Selfie mit dem Star

Auf Tuchfühlung mit Stars aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ - auch das war beim Tag der offenen Tür bei der BASF Schwarzheide möglich. Hier macht gerade Schauspieler Jörn Schlönvoigt ein Selfie mit Fans aus der Lausitz. Gut angenommen wurden aber auch die Werksrundfahrten mit Bus und Bahn.
Auf Tuchfühlung mit Stars aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ - auch das war beim Tag der offenen Tür bei der BASF Schwarzheide möglich. Hier macht gerade Schauspieler Jörn Schlönvoigt ein Selfie mit Fans aus der Lausitz. Gut angenommen wurden aber auch die Werksrundfahrten mit Bus und Bahn. FOTO: Mirko Sattler
Schwarzheide. Etwa 5000 Besucher haben sich am Sonnabend beim Tag der offenen Tür bei der BASF in Schwarzheide umgeschaut. Von Mirko Sattler

Der Andrang ist riesig und das Interesse enorm, als am Samstag die BASF Schwarzheide GmbH ihre Pforten zum Tag der offenen Tür im Chemieunternehmen öffnet. Unter dem Motto „Ab ins Werk!“ haben sich diesmal etwa 5000 Besucher auf dem Betriebsgelände eingefunden. Bei überwiegend gutem Wetter strömten die Besucher zum größten Arbeitgeber in Schwarzheide.

Zusammen mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) hatte sich der regionale Chemieriese einmalige Dinge einfallen lassen, um die Besucher zu begeistern. „Für uns als regionalem Player ist es wichtig, dass Anwohner und Familien unserer Mitarbeiter einmal auch hinter das Werkstor schauen können. Aus unserer Sicht fördert es die Akzeptanz am Standort“, sagt Pressesprecher Arne Petersen.

Der diesjährige Tag der offenen Tür gliederte sich in drei Themenfelder: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Jobangebote bei der BASF. „In Sachen Digitalisierung sind wir hier am Standort Vorreiter im ganzen BASF-Verbund“, bestätigt der Unternehmenssprecher. Künftig werde es noch besser möglich sein, voraus zu schauen, wann zum Beispiel eine Dichtung an ihre Grenzen stößt und gewechselt werden muss.
Im Bereich der Jobangebote hatten die Besucher die Möglichkeit, sich über insgesamt 100 freie Stellen zu informieren. Beim sogenannten Speedcarving konnten potentielle Bewerber ihre Chancen schon mal ausloten. „Die BASF bietet vom Facharbeiter bis hin zum Akademiker die Möglichkeit, sich neu zu orientieren. Die Nachfrage ist enorm. Im Bereich der Ausbildung haben wir zwei naturwissenschaftliche Berufe, drei technische Berufe und den Notfallsanitäter, der bei der Werksfeuerwehr angesiedelt ist, im Repertoire“, schildert Frank Porthun von der Ausbildungsabteilung der BASF Schwarzheide. Das Interesse daran ist riesig. Zum Tag der offenen Tür haben rund 150 junge Leute und Erwachsene ihre Bewerbungsmappen abgegeben.

Unter den Interessierten, die nach einem neuen Job ausschauen, war auch Pierre Peschel. „Man kann immer neue Eindrücke sammeln. Ich möchte mich weiterentwickeln und deshalb schaue ich mich heute hier um“, sagt der 38jährige Dresdner.
Wer nicht nach einem neuen Job sucht, sich dennoch einen Überblick über die Anlagen der BASF verschaffen wollte, der war bei Daniel Zenziper vom Flightseeing genau richtig. „Der ,Flug’ mit der Virtual-Reality-Brille ist heiß begehrt“, berichtet der 32-jährige Fotograf, der gekonnt den Quadrokopter in 50 Meter Höhe über das Werksgelände steuert. Immer acht Leute gleichzeitig können einen Rundflug über das Werk mit der VR-Brille erleben. „Der Rundflug war toll. Hätte nicht gedacht, dass das Werk so riesig ist“, meint Kerstin Müller aus Senftenberg hinterher. „Mir ist ein bisschen mulmig geworden, als die Drohne sich gedreht hat“, fügt die 26-jährige Christin Müller an. Die Familie hatte am Samstag zum ersten Mal eine VR-Brille auf.

Wer genauer die Produktionsabläufe in der BASF miterleben wollte, konnte auch eine der drei Zielfahrten zu Anlagen im Werk nutzen, zum Beispiel in die Hauptwerkstatt oder zur Produktionsanlage von ­Lacken auf Wasserbasis. An den Bushaltestellen bildeten sich regelrecht Menschentrauben.  Auf großes Interesse stieß auch die 40-minütige Themenfahrt „Ver- und Entsorgung“ zum Gas- und Dampfkraftwerk, zur Rückstandsverbrennungsanlage und zur Zentralen Abwasserreinigungsanlage.

Doch nicht nur mit dem Bus konnte man das Werk erkunden. Die BASF orderte den Privatbahnbetreiber Odeg, der mit einem komfortablen Desiro Classic-Waggon den Weg des Fertigproduktes oder Rohstoffes auf der Schiene vorstellte. Auf der gut 30-minütigen Fahrt ging es vorbei am Containerterminal von STR, dem Übergabebahnhof zwischen Bundesbahn und Werksbahn, an den verschiedensten Anlagen auf dem Werksgelände, die über einen Gleisanschluss verfügen.

Zum ersten Mal war es zudem möglich, dass sich die Vereine der BASF-Arbeitnehmer den Besuchern näher vorstellen.