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| 16:02 Uhr

Oktoberfest
Fassanstich für einen guten Zweck

So ganz harmonisch verlief der Fassanstich mit Ronny Rehork (links) vom ASS Autohaus Senftenberg noch nicht. FSV-Präsident Herbert Tänzer (rechts) hat alle Hände voll zu tun, um den spritzenden Gerstensaft aufzufangen. Steffen Rietschel (hinten) Vizepräsident und Trainer der ersten Männermannschaft sorgt für die richtige Belüftung des Festbierfasses.
So ganz harmonisch verlief der Fassanstich mit Ronny Rehork (links) vom ASS Autohaus Senftenberg noch nicht. FSV-Präsident Herbert Tänzer (rechts) hat alle Hände voll zu tun, um den spritzenden Gerstensaft aufzufangen. Steffen Rietschel (hinten) Vizepräsident und Trainer der ersten Männermannschaft sorgt für die richtige Belüftung des Festbierfasses. FOTO: Aswendt Peter / PETER ASWENDT
Senftenberg. Der FSV Glückauf feiert das 4. Niederlausitzer Oktoberfest. Die Einnahmen kommen dem Nachwuchs zugute. Von Peter Aswendt

Am Wochenende ist es mal nicht Schwarz-Gelb bei den Briesker Knappen zugegangen, sondern Blau-Weiß waren die vorherrschenden Farben. Grund war das 4. Niederlausitzer Oktoberfest, welches in der Senftenberger Niederlausitzhalle zu einer sinnvollen Tradition geworden ist.

Über 600 Gäste feierten in der Senftenberger Niederlausitzhalle mit Festbier und Brotzeitbrettl das Oktoberfest des FSV Glückauf Brieske Senftenberg. Die aus Bayern importierte Tradition begeistert Jahr für Jahr mehr Menschen. Für die vierte Auflage des Festes wurden 100 Bierzeltgarnituren aufgestellt. Sage und schreibe über 300 Maßkrüge lieferte ein lokaler Getränkegroßhändler in die Niederlausitzhalle.

Eigens für das Oktoberfest wurden 200 individuelle Brotzeitbrettl angefertigt. Die originale Oktoberfestband „Die Stritzis“ aus Österreich sorgten gemeinsam mit DJ Hamster für Festzeltatmosphäre. Ein alter Bekannter, mit Senftenberger Wurzeln, ließ ab 2 Uhr die Niederlausitzhalle brodeln. Kevin Muschinski, das ultimative Andreas-Gabalier-Double zeigte dann, wo der Hirsch die Lederhose hat. Das alles hört sich sehr nach einer Party an, wie es im Oktober viele gibt, doch im Falle des FSV Glückauf ist es auch eine Frage des Engagements für den Nachwuchs.

Natürlich gibt es die übliche Oktoberfestgaudi, wie das Maßstemmen oder Wetttrinken. Aber jeder Gast, der kommt und isst, trinkt und Spaß hat, fördert einen guten Zweck: „Wir brauchen das Geld um unsere Jugendarbeit weiter auf so einem hohen Niveau zu betreiben“, stellt Marco Kloss, Leiter der Geschäftsstelle des FSV Glückauf klar. Für immerhin 14 Nachwuchsmannschaften in den Altersgruppen G- und D-Junioren müssen der Trainings- und der Spielbetrieb aufrechterhalten werden: „Wir sprechen hier von Fahrten nach Goyatz oder Schönwalde zu den Spielen“, beschreibt Marco Kloss den Aufwand. „Wir haben im Landesmaßstab alle Kleinfeldtitel und Hallenmeistertitel in diesen Altersgruppen gewonnen“, fügt er nicht ohne Stolz hinzu.

Natürlich helfen viele Eltern bei den Fahrten. Aber auch Eigenmittel wie neue Kleinbusse, die gerade wieder angeschafft werden müssen, sind zu finanzieren. „Wir sind froh, dass wir in der Region so treue Partner haben. Dafür können wir nur Danke sagen und auch solch ein Fest zum Anlass nehmen, um mal etwas zurückzugeben“, so der Geschäftsstellenleiter. Ein weiteres gewichtiges Pfund bei der Durchführung des Festes sind natürlich die Mitglieder des Vereins.

„Ich denke, es werden wieder so 40 Stunden in vier Tagen werden“, sagt Marco Kloss und lacht, wenn er an seine Arbeitszeit über das Wochenende denkt. Er ist aber nicht alleine. Selbst der Präsident des Vereins, Herbert Tänzer ist beim Aufstellen der Bierzeltgarnituren im zünftigen Schwarz-Gelb des Vereins ganz vorne mit dabei.

Am Oktoberfestabend sind knapp 30 Mitglieder des Vereins ohne jegliche Aufwandsentschädigung tätig. Das nötigt den Partnern und Sponsoren natürlich Respekt ab. So auch Ronny Rehhork, Serviceleiter beim Senftenberger Autohaus ASS, der gemeinsam mit dem FSV-Präsidenten Herbert Tänzer den zünftigen Fassanstich zelebrierte: „Wir schätzen sehr die hochklassige Nachwuchsarbeit des Vereins und freuen uns, ein Teil der FSV-Familie zu sein.“

Für Bernd Jehne der mit seinen Mitarbeitern und Familie das Oktoberfest als willkommene Abwechslung nutzt, ist der Verein ein zuverlässiger Partner: „Sie zeigen, dass sie auch etwas für ihre Partner tun und etwas zurückgeben“, stellt der Inhaber einer Korrosionsschutz- und Malerfirma klar. Zum 100. Jubiläum des Vereins wird er sich mit seinem Unternehmen deshalb an der Sanierung des Vereinshauses beteiligen.

Das diesjährige 4. Niederlausitzer Oktoberfest wurde dann auch noch mit dem ersten Heimsieg der ersten Männermannschaft seit es das Fest gibt gegen die Eintracht Miersdorf/Zeuthen, mit einem 6:2-Sieg abgerundet.