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| 18:45 Uhr

Brustkrebsfrüherkennung im Landkreis OSL
166 Tumore diagnostiziert bevor Knoten entstehen

Senftenberg. Immer weniger Frauen nehmen im Landkreis OSL am Programm der Brustkrebsfrüherkennung teil. Von Andrea Budich

Viele leere Stühle bei der Brustkrebsfrüherkennung im Röntgenzug, der nach Senftenberg derzeit in Großräschen Station macht. Nur rund 60 Prozent der Frauen in Süd-Brandenburg gehen zur Untersuchung. Das bestätigt Dr. Angelika Nobis, die zum Team der Screeningeinheit Brandenburg Süd mit Sitz in Cottbus gehört.

Von den eingeladenen 40 000 Frauen gehen derzeit nur rund 24 000 Frauen zur Untersuchung. Lediglich drei bis vier Prozent von ihnen benötigen danach weitere Untersuchungen. „Oft können wir danach Entwarnung geben, nur in den wenigsten Fällen ist eine Gewebeprobe nötig“, erklärt die Ärztin. Im vergangenen Jahr wurden innerhalb des Mammographie-Screening-Programms in Süd-Brandenburg 166 kleine Tumore entdeckt.

Zu verzeichnen ist ein stetiger Rückgang der Teilnehmerinnen, insbesondere der Frauen im Alter zwischen 50 und 55 Jahren. Eingeladen werden Frauen zwischen 50 und 70 Jahren. „Insbesondere die jüngeren Frauen stehen dem Mammographie-Screening skeptisch gegenüber und fühlen sich nicht ausreichend aufgeklärt“, erklärt Dr. Angelika Nobis.

Ziel des Früherkennungsprogramms ist es, den Brustkrebs zu entdecken, bevor er zum Knoten wird oder Beschwerden macht. Frauen, die bisher keine Beschwerden hatten, sollen vorbeugend untersucht werden. „Nicht jede Auffälligkeit bedeutet gleich Brustkrebs“, betont die Medizinerin. Oft handele es sich auch um gutartige Veränderungen wie zum Beispiel Zysten.

Nach Senftenberg ist das Mammobil zum Kurmärker nach Großräschen umgesetzt worden. Auf dem Parkplatz hinter dem Bürgeramt macht die mobile Röntgeneinheit noch bis zum 1. Februar Halt. Danach zieht sie weiter nach Lauchhammer. Dort steht sie auf dem Parkplatz des Marktkaufs bis zum 6. März. Ein Wunschtermin kann vereinbart werden unter Telefon 03342 426900.