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13 Jahre Haft nach Bluttat in Senftenberg

Ein Buch der Strafprozessordnung steht am 18.08.2014 im Landgericht in Cottbus (Brandenburg) auf dem Tisch. I
Ein Buch der Strafprozessordnung steht am 18.08.2014 im Landgericht in Cottbus (Brandenburg) auf dem Tisch. I FOTO: Oliver Mehlis (dpa-Zentralbild)
Cottbus. Im Prozess um einen tödlichen Ehestreit in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) ist das Urteil verkündet. Der Angeklagte wurde am Freitag vom Landgericht Cottbus zu 13 Jahren Haft verurteilt – allerdings nicht wegen Mord. jag/mit dpa

Wie erwartet hat das Landgericht am Freitag eine Haftstrafe wegen Totschlags ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat für den 32-Jährigen 14 Jahre Haft wegen Totschlags beantragt, die Verteidigung plädierte auf zehn Jahre Freiheitsstrafe.

Der Angeklagte hatte in einer Stellungnahme zugegeben, nach einem Streit um angebliche Untreue mit einem Messer auf seine Ehefrau eingestochen zu haben. Zuvor soll er die 25-Jährige aus dem Fenster des Badezimmers im ersten Obergeschoss gestoßen haben. Nach Angaben des Verteidigers hatte der 32-Jährige an dem Tag im November 2016 Crystal Meth konsumiert. Das tschetschenische Paar lebte als Asylbewerber in Senftenberg.

Der Anklage zufolge tötete der fünffache Familienvater seine Ehefrau nach dem Sturz auf dem Bürgersteig. Nachbarn hatten die grausige Tat mitangesehen.