Die Kunstsammlung Lausitz mit mehr als 2000 Werken gestattet einen Einblick in das vielgestaltige Kunstgeschehen der Lausitz vom ausgehenden 19. bis zum beginnenden 21. Jahrhundert. Eine erhebliche Ausstrahlung auf die Kunst der Lausitz ging und geht von der traditionsreichen Dresdner Kunstakademie aus, an der ein großer Teil jener Künstler ausgebildet wurde, die in der Lausitz ihren Schaffensort haben oder hier geboren wurden.
Die Lausitz verfügt über kein großes Kunstzentrum, obwohl es museale Kunstsammlungen und eine gewisse Häufung von Malern, Grafikern und Bildhauern in den geschichtsträchtigen Oberlausitzer Städten Bautzen und Görlitz sowie im Niederlausitzer Cottbus gibt.
Eine Reihe von Künstlern, die aus der Lausitz stammten, blieben ihr nach Lehr- und Wanderjahren bis zum Lebensende treu. Zu ihnen gehören Walter Besig (1869-1950), Elisabeth Wolf (1873-1964), Marianne Britze (1883-1980), Alfred Herzog (1895-1988), Max Langer (1897-1985), der Sorbe Otto Garten (1902-2000), Günther Wendt (1908-1971), der Bildhauer Siegfried Schreiber (1928-1988) und Rudolf Graf (1936-1981).
Viele bildende Künstler verließen allerdings die Lausitz und gingen in Kunstmetropolen wie Berlin und Dresden, mancher gelangte sogar zu Weltruhm wie Gerhard Richter (geb. 1931) und Georg Baselitz (geb. 1938). Neben Baselitz, geboren in Deutschbaselitz, bekundeten auch Künstler wie Strawalde (geb. 1931) und Lusici (geb. 1942) mit ihren Künstlernamen die Verbundenheit zur Heimatregion.
Andere kamen in die Lausitz, um hier zu leben oder auch nur gelegentlich hier zu arbeiten, wie Fritz Tröger (1894-1978), der Spätexpressionist Carl Lohse (1895-1965), Herbert Tucholski (1896-1978), Gerenot Richter (1926-1990), Georgios Wlachopulos (geb. 1939), Klaus Drechsler (geb. 1940), Dieter Zimmermann (geb. 1942) und Dieter Claußnitzer (geb. 1945).
In der Ausstellung und der Sammlung stark vertreten ist die Generation der in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts geborenen Künstlerinnen und Künstler, die seit den 80er-Jahren mit selbstbewusstem Anspruch ihre individuellen Bildsprachen entwickelten. Das sind u.a. Reinhard Sandner (geb. 1951), Hans Scheuerecker (geb. 1951), Paul Böckelmann (geb. 1952), Klaus Zylla (geb. 1953), Eckhard Böttger (geb. 1954), E.R.N.A (geb. 1954), Angela Hampel (geb. 1956), Solveig Bolduan (geb. 1958) und Maja Nagel (geb. 1959).
Die meisten der ausgestellten Werke sind in diversen Publikationen zur Kunstsammlung dokumentiert und abgebildet.

Zum Thema Ausstellungs-Eröffnung
  Die Ausstellung wird am Dienstag, dem 5. Juli, um 19 Uhr im Saal des Schlosses feierlich eröffnet und ist täglich (außer montags) von 10 bis 17 Uhr, mittwochs sogar bis 20 Uhr zugänglich.