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| 17:58 Uhr

Gewalt gegen Frauen
Anzahl der Polizeieinsätze bei Häuslicher Gewalt steigt

Cottbus. Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst für die Polizeidirektion Süd für das Jahr 2015 insgesamt 994 Fälle der „Häuslichen Gewalt“. 2016 waren es 1092 Fälle. Für die Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße waren es 2015 insgesamt 346 Fälle, im Jahr darauf schon 126 mehr. Das teilt auf RUNDSCHAU-Nachfrage Torsten Wendt von der Pressestelle der Polizeidirektion Süd mit. Hannelore Grogorick

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) erfasst für die Polizeidirektion Süd für das Jahr 2015 insgesamt 994 Fälle der „Häuslichen Gewalt“. 2016 waren es 1092 Fälle. Für die Polizeiinspektion Cottbus/Spree-Neiße waren es 2015 insgesamt 346 Fälle, im Jahr darauf schon 126 mehr. Das teilt auf RUNDSCHAU-Nachfrage Torsten Wendt von der Pressestelle der Polizeidirektion Süd mit.

Allein in Cottbus stieg im Bereich der Häuslichen Gewalt die Zahl der registrierten Fälle um 52 im Jahr 2015 auf insgesamt 247 an. Dabei waren 79,8 Prozent der Opfer weiblich. Die Polizei registrierte im Jahr 2016 insgesamt 70 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

„Der Begriff Häusliche Gewalt umfasst alle Formen physischer, sexueller und psychischer Gewalt, die gegenüber Personen stattfindet, aber auch mittelbar durch Gewalt gegen Sachen, die in enger persönlicher Beziehung zum Gewaltanwender stehen oder gestanden haben“, informiert Torsten Wendt weiter.

Der Sachverhalt als Häusliche Gewalt sei nicht an den Tatort Wohnung gebunden, sondern gelte auch, wenn es eine enge persönliche Beziehung von Opfer und Gewaltanwender im Rahmen einer bestehenden oder ehemaligen häuslichen Gemeinschaft oder Lebensgemeinschaft gebe.