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Zwischen Trauer und Triumphen

Eine Pommernente des 20-Jährigen Eric Harting (Groß Jehser) ist zum Besten Tier der Schau gewählt worden. Die genügsame Rasse hat sich der Züchter vom ersten Lehrlingsgeld zugelegt.
Eine Pommernente des 20-Jährigen Eric Harting (Groß Jehser) ist zum Besten Tier der Schau gewählt worden. Die genügsame Rasse hat sich der Züchter vom ersten Lehrlingsgeld zugelegt. FOTO: U. Hegewald/uhd1
Neupetershain. 246 Tiere, darunter 51 Kaninchen, hat die Kleintierausstellungen in Neupetershain vorgestellt. Ausrichter war der Rassegeflügel- und Kleintierzuchtverein Neupetershain, der in dieser Form zum 20. Mal eine Schau veranstaltete. Uwe Hegewald/uhd1

Und das mit ansprechender Qualität: "Zehn Tiere sind mit der Höchstnote V (vorzüglich) bewertet worden. Eine außergewöhnliche Leistung in unserer 62-jährigen Vereins-Historie", befand Vorstandsmitglied Manfred Kollosky.

Mit einer seiner Fränkischen Samtschild-Tauben heimste der Drebkauer ebenso den Preis des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Berlin-Brandenburg ein, wie Eric Harting mit einer Pommernente-blau. Kurios: Der 20-Jährige aus Groß Jehser ist erstmals mit der genügsamen, alten pommerschen Landrasse an den Start gegangen. "Mit meinem Großvater Max bin ich am 3. Oktober 2012 nach Barth (Ostsee) gefahren und habe dort von meinem ersten Lehrlingsgeld einen Erpel und zwei Enten erworben", erzählte der Züchter. Eine seiner Enten wurde zum "Besten Tier der Schau" erhoben. Das überdurchschnittlich erfolgreiche Großvater-Enkel-Gespann Harting gilt als Musterbeispiel für eine Anregung, die die Schirmherrin der Schau, Roswitha Schier, aussprach. "Ich kann jungen Leuten nur zurufen: führt fort, was eure Väter und Großväter aufgebaut haben", so die CDU-Landtagsabgeordnete.

Anlässlich der Jubiläumsschau sind Ausstellern erstmals Plaketten mit Abbildern der Rassen ausgereicht worden, die diese züchten. Bis auf einen zweifelnden Reinhard Wianke freuten sich alle erfolgreichen Züchter über Siegerbänder und -pokale. Der Neupetershainer erhielt den Sonderpokal zum Gedächtnis an Frank Luge. "Es ehrt mich natürlich. Weitaus lieber wäre es mit gewesen, dass dieser Pokal nicht hätte ausgegeben werden müssen", so Wianke, Züchter von Antwerpener Bartzwergen. Der überaus geschätzte und rastlose Frank Luge (Neupetershain) starb im März im Alter von nur 53 Jahren.

Zusätzliche Frank-Luge-Gedächtnisbänder gingen an Kurt Tschirnhorsky (New Hampshire) und Jugendzüchterin Vanessa Kullick (Sebright), beide aus Altdöbern.