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Zweites Vereins-Sportfest bewegt Calauer Schüler Radduscher Kinder wütend auf Einbrecher

Die Radduscher Kita-Kinder diktierten ihren Erziehern, was sie gestern Morgen beim Anblick ihres zerstörten Waldkindergartens empfunden haben.
Die Radduscher Kita-Kinder diktierten ihren Erziehern, was sie gestern Morgen beim Anblick ihres zerstörten Waldkindergartens empfunden haben. FOTO: P. Becker/peb1
Heimatverein Altdöbern auf besonderer Fahrt Zur Barbarafeier, am 4. Dezember 2016, wurde den zahlreichen Gästen im Gebäude des Heimatvereins in Altdöbern von Joachim Pawlitzki angekündigt, dass am 13. Enrico Kullick,Freie Jugendhilfe Niederlausitz

Klasse des Schulzentrums Calau die Möglichkeit, sich an verschiedenen Stationen auszuprobieren. Ob Kegeln, Badminton oder Steppaerobic, für die etwa 120 Teilnehmer gab es vielfältige Einblicke in die Vereinslandschaft.

"Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich in Calau in Vereinen zu organisieren. Die Kinder und Jugendlichen haben an einem Tag wie heute die Chance, an einem Ort alles gebündelt zu erleben. Für die Vereine wiederum besteht die Gelegenheit, sich einer breiten Masse an Nachwuchs vorzustellen", so Simone Kunde vom Kreissportbund. Wer sich in Zielgenauigkeit und Koordination austesten wollte, konnte das bei den Missener Bogenschützen. Beim Tischtennis war nicht nur ein entspanntes Ping-Pong zu hören, sondern die Schüler konnten ihre Konzentration auch beim Slalom mit einem Tischtennisball auf dem Schläger steigern.

"Für uns als Jugendsozialarbeiter hat die Arbeit in den Vereinen eine soziale Komponente", sagt Enrico Kullick vom Verein Freie Jugendhilfe Niederlausitz. "Das Vereinsleben bietet soziale Struktur, Halt und Abwechslung. Dinge die, neben der Familie, für junge Menschen absolut wichtig sind."

Höhepunkt war das Kleinfeld-Fußballturnier. Die Begeisterung der Kicker wurde auch durch den einen oder anderen Regentropfen nicht geschmälert. Dieter Wegner vom SV Calau war nicht nur Mitorganisator, sondern auch Schiedsrichter. "Wir engagieren uns als Verein SV Calau gern an einem Tag wie heute. In den Sportvereinen halten sich die Kinder fit und lernen Zusammenhalt", sagt Wegner. "Andrerseits leben die Vereine durch ihre Mitglieder. Also eine Chance für beide Seiten", so das Vorstandsmitglied weiter.

Die Zusammenarbeit gestaltete sich aus Sicht der Organisatoren unkompliziert und professionell. Einer Neuauflage des Vereins-Sportfests in 2018 steht also nichts im Wege.

Einbruch in Waldkindergarten

Radduscher Kinder wütend auf Einbrecher

In der Sturm- und Gewitternacht wurde in den Bauwagen des Radduscher Waldkindergartens eingebrochen. Was die Mädchen und Jungen gestern dort vorfanden, beschrieben sie in einem Brief, den die Erzieher unter der Überschrift "Wir finden das echt doof!" formulierten. Denn am Morgen fanden sie den Wagen am Radduscher Schwarzen Berg verwüstet vor, es stank nach Fäkalien, die Schlösser der Spielzeugkisten waren aufgebrochen, überall herrschte Unordnung. Beinahe täglich gehen die Kinder mit ihren Erzieherinnen im Rahmen ihres Waldprojekts den Weg zu ihrem Stützpunkt auf dem Berg und halten sich dort die meiste Zeit des Tages auf. Was sie gestern vorfanden, kommentieren sie. Jason und Hermann: "Jemand hat in unseren Bauwagen gepullert.", Frieda: "Jemand hat Müll herumgeschmissen", Alex: "Unser Werkzeug haben sie gestohlen und in den Wald geschmissen.", Heidi: "Jemand hat unsere Matratzen zerrissen.", Emma: "Jemand hat im Bauwagen geraucht.", Luis: "Jemand hat um den Bauwagen gekackt. Das war stinkig.", Jason: "Jemand hat unsere Schlösser aufgebrochen und weggeschmissen.", Lenny: "Jemand hat unseren Abgrund verwüstet.", Martha: Jemand hat unsere Waldbücher zerrissen."