ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 00:00 Uhr

Zweites Küken der Internetstörche aus Nest geworfen

Vetschau. Die Trockenheit macht den Störchen zu schaffen. Sie müssen länger ausfliegen, um genug Futter zu finden. H. Kuschy

Offenbar führte das dazu, dass am Dienstagmorgen das zweite der vier Küken aus dem Nest der Vetschauer Internetstörche gestoßen wurde. "Einer der Altstörche fütterte normal seine Küken und tötete danach eines seiner Jungen", beschreibt Bernd Elsner, Geschäftsführer des Nabu-Regionalverbandes Calau, was vor sich gegangen ist. Alle drei Küken waren gleich groß und augenscheinlich gesund.

Da es lange Zeit nicht geregnet hat, finden die Altstörche in und um Vetschau nicht genug Nahrung. Aber gerade jetzt sind die Jungen auf ausreichend Regenwürmer, Schnecken und Insekten angewiesen. Waren es bislang etwa zwei Stunden, in denen die Altstörche abwechselnd auf Futtersuche geflogen sind, blieben sie in den letzten Tagen mitunter bis zu vier Stunden weg.

"Wenn die Menschen das Töten der Küken auch als grausam empfinden", erklärt Bernd Elsner, "dienen solche Verhaltensweisen letztlich der Arterhaltung. Wenn die Nahrungsbiotope nicht ergiebig genug sind, regulieren die Altstörche ihre Jungenzahl und sichern somit den verbleibenden Jungen das Überleben." Bis Mitte August müssen die Jungen flügge sein. Am Wochenende war auch am Groß Lübbenauer Weg in Raddusch eines der drei Küken rausgeworfen worden.