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Zwei Tote bei Lkw-Unfällen auf der A13

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Update | Cottbus/Duben. Schwarzer Montag auf den Lausitzer Autobahnen: Drei schwere Unfälle, zwei brennende Lkw und zwei tote Lkw-Fahrer. Dazu kilometerlange Staus und Vollsperrungen. bob

Viel zu tun hatten am Montag Retter und Polizei auf den Autobahnen A13 und A15. Mehrfach galt es, brennende Lkw zu löschen, Unfälle aufzunehmen - und zweimal auch einen Toten zu bergen.

Los ging es am Morgen nahe der Anschlussstelle Ragow in Fahrtrichtung Dresden. Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei wurden um 10.30 Uhr zu einem Verkehrsunfall gerufen. Zwei PKW und ein LKW-Hängerzug waren zusammengestoßen. Eine Fahrerin erlitt dabei Verletzungen, die im Krankenhaus medizinisch zu versorgen waren. Aufgrund der Vollsperrung zur Absicherung des Rettungseinsatzes kam es bis zur Mittagszeit zu Verkehrsbehinderungen und einem Stau, der sich bis über das Schönefelder Kreuz erstreckte.

Gegen 12.20 Uhr dann der nächste Einsatz, diesmal zwischen Duben und Freiwalde in Fahrtrichtung Berlin. Ein mit leeren Gasflaschen beladener Lkw war nach ersten Informationen auf einen weiteren Sattelzug am Stauende vor der Autobahnbaustelle aufgefahren und hatte unmittelbar danach Feuer gefangen. Um 13.09 Uhr war das Feuer gelöscht, ohne dass es zu einem Übergreifen auf andere Fahrzeuge kam. Der Lkw-Fahrer hatte bei dem Unfall schwerste Verletzungen erlitten, denen er noch am Unfallort erlag. Zur Absicherung des Rettungs- und Feuerwehreinsatzes wurde die A13 zunächst in beiden Fahrtrichtungen gesperrt, gegen 13.30 Uhr wurde die Fahrspur in Richtung Dresden wieder freigegeben. Während des Lösch- und Rettungseinsatzes wurde der Verkehr in Fahrtrichtung Berlin an der Anschlussstelle Duben abgeleitet.

Kurz darauf der nächste Alarm, wieder auf der A13, diesmal zwischen den Anschlussstellen Lübbenau und Duben. Gegen 14.20 Uhr ereignete sich hier ein weiterer Auffahrunfall, wieder mit Lkw-Beteiligung, wieder mit einem Toten. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei fuhr im Stau ein Lkw mit Anhänger auf einen weiteren Lkw mit Anhänger auf. Der Fahrer der hinteren Fahrzeugs verstarb noch am Unfallort.

Schocksekunden parallel auf der A15. Auch hier erreicht die Feuerwehr ein Notruf: brennender Lkw. Droht der nächste Großunfall? Zum Glück: Nein. Nach Eintreffen der Feuerwehr vor Ort stellt sich heraus: Es brennt zwar, aber es liegt kein Unfall vor. Der Fahrer konnte das Fahrzeug auf den Standstreifen lenken und hat schon mit den Löscharbeiten begonnen. Verletzt wurde diesmal niemand. Zur Schadenshöhe kann die Polizei noch keine Angaben machen.

Um 15.20 Uhr musste die Feuerwehr dann schon wieder raus, wieder auf die A13, wieder zur Unfallstelle vom Mittag. Wie die Leitstelle informierte, hatte der Lkw mit den leeren Gasflaschen erneut Feuer gefangen. Die Löscharbeiten auf dem gesperrten Autobahnstück dauerten am späten Nachmittag an.

Auf den Autobahnen und Ausweichstrecken kam es zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen. Um 19 Uhr konnte in Richtung Berlin an beiden Baustellen der A13 zumindest eine Spur beziehungsweise die Standspur wieder geöffnet werden. Zu Staus kam es trotzdem weiterhin.