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| 02:48 Uhr

Zum Stammtisch öffnet in Altdöbern erste Wasserbar

Die Bürgerinitiative Altdöberner See hat kürzlich an einem Infostand über die Einleitung von Eisenhydroxidschlamm in den See informiert und mit Unterschriftensammlung und dem Steigen lassen von Luftballons dagegen protestierte.
Die Bürgerinitiative Altdöberner See hat kürzlich an einem Infostand über die Einleitung von Eisenhydroxidschlamm in den See informiert und mit Unterschriftensammlung und dem Steigen lassen von Luftballons dagegen protestierte. FOTO: Uwe Hegewald/uhd1
Pritzen/Altdöbern. "Wir sitzen alle in einem Boot" heißt die Parole zum 3. Stammtisch der Bürgerinitiative (BI) Altdöberner See. Er steht am Freitag, 28. August, in der Kunstscheune Pritzen. Wirtschaftliche und soziale Folgen eines Eisenhydroxid-Deponiestandortes Altdöberner See stehen im Mittelpunkt. Uwe Hegewald / uhd1

Zum 3. Stammtisch sind Vorstände oder Vertreter verschiedener Verwaltungsebenen vom Bergbausanierer LMBV und der Brandenburgischen Schlösser GmbH eingeladen worden. Die Bürgerinitiative Altdöberner See geht davon aus, dass die Institutionen einen klaren Standpunkt pro oder contra Einspülung von Eisenhydroxidschlamm (EHS) in den Altdöberner See abgeben, ihre Besorgnisse zum Ausdruck bringen oder Bedenken und Ängste ausräumen.

Doch nicht nur Gespräche stehen übermorgen im Mittelpunkt. Gleichzeitig wird die erste internationale Wasserbar am Altdöberner See eröffnet. Mit dieser will die BI an Bedeutung, Qualitäten und Potenziale von Wasser als einer der Grundlagen menschlicher Existenz und als Grundnahrungsmittel erinnern. Serviert werde von Urlaubsreisen mitgebrachtes Mineralwasser. Brisant: Trinkwasser wird Wasserproben gegenübergestellt, die aus belasteten Fließen und Seen entnommen und mit Flockungshilfsmitteln versetzt wurden. "So plant es die LMBV für den Altdöberner See", mahnt Gernot Lindemann. "Gäste der Veranstaltung können sich ein eigenes Bild davon machen, ob sie in solchem Wasser zukünftig baden wollen oder darüber nachdenken, welche Einflüsse auf die Altdöberner Trinkwasserbrunnen zu erwarten sind", erläutert der BI-Sprecher.

Mit dem dritten Stammtisch endet für die Bürgerinitiative ein intensiver Aktionsmonat. Im Rahmen der Altdöberner Parksommerträume wurde an einem Stand auf die Situation und Vorhaben am See hingewiesen. "Wir waren teilweise überrascht, wie informiert sich selbst weit entfernt lebende Besucher zeigten. Das gibt uns Bestätigung, dass die Problematik nicht ausschließlich Leute aus den Anrainerkommunen beschäftigt", fasst Jan Gabbert aus Lubochow (Gemeinde Neu-Seeland) zusammen.

Auch BI-Mitglied Beate Grund zeigte sich von der Resonanz im und vor dem ockerfarbenen Pavillon beeindruckt. "Kinder der Lilien-Grundschule und Bewohner der Awo-Wohnstätte haben Bilder vom Altdöberner See gemalt. Darüber hinaus haben sie mit Wünschen versehene Luftballons aufsteigen lassen."

Namens-Vorschläge für das BI-Maskottchen konnten abgegeben werden. Wie der weiße Fisch gerufen wird, soll im Rahmen des Stammtisches am Freitag bekannt gegeben werden. Beginn der Veranstaltung in der Kunstscheune ist um 19 Uhr.