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| 16:11 Uhr

Hinein ins kühle Nass!
Zum Abschluss ein erfrischendes Bad

 Nach entspannter Jogging-Einführungsrunde und einer Dehnungseinheit stürzten sich am Donnerstag 50 Unerschrockene in die Fluten des Gräbendorfer Sees. Das Abbaden gilt als Jahresabschluss von Spreewald-Survival. Ein Mitwirken ist aber auch Außenstehenden gestattet, die genug Mut mitbringen.
Nach entspannter Jogging-Einführungsrunde und einer Dehnungseinheit stürzten sich am Donnerstag 50 Unerschrockene in die Fluten des Gräbendorfer Sees. Das Abbaden gilt als Jahresabschluss von Spreewald-Survival. Ein Mitwirken ist aber auch Außenstehenden gestattet, die genug Mut mitbringen. FOTO: Uwe Hegewald
Laasow. Knapp 50 Unerschrockene wagen den Sprung in den kühlen Gräbendorfer See bei Laasow. Von Uwe Hegewald

Das jährliche Abbaden am Gräbendorfer See entwickelt sich immer mehr zu einem Breitensportereignis. Knapp 50 Frauen, Männer und Kinder wagten sich am Donnerstag im Laufe des Vormittags in den Gräbendorfer See. Bei einer Wassertemperatur von rund vier Grad Celsius ein „cooles“ Unterfangen, aber was tut man(n) oder Frau nicht alles, um einfach nur dazu zu gehören.

„Wir machen das auch, um das Wir-Gefühl zu stärken und um enger aneinanderzurücken“, erklärte Mario Schulze vom veranstaltenden Spreewald-Survival. Mit der fünften Auflage feierten die Unerschrockenen sogar ein erstes kleines Jubiläum. „Eines unserer Ziele besteht darin, Jung und Alt zusammenzubringen, Sportler und Nichtsportler, Quereinsteiger oder ambitionierte Aktive, die einfach ihre Grenzen austesten wollen“, so der Sozialpädagoge von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, zugleich zertifizierter Antigewalt- und Kompetenztrainer und Wildnis-Pädagoge.

Das Gros der Teilnehmer und zahlreichen Schaulustigen kennt den Radduscher von seinen Kickbox-Europameisterschaften 2013 und 2017. Auf einer seiner Reisen nach Israel hatte Mario Schulze ein Ritual kennengelernt, bei dem sich Leute in offenen Gewässern symbolisch von Dingen reinwaschen, die im zurückliegenden Jahr nicht so gelaufen sind. „Das haben wir übernommen, obwohl wir keine klassischen Eisbader sind“, so der Ideengeber.

Peter und Rolf Lehmann von den Senftenberger Pirrlliepausen sind gestandene Eisbader, die ihr „Bad in der Menge“ routiniert herunterspulten. „Wir schwimmen uns warm für die bevorstehenden Winterevents in der Elbe und in der Ostsee“, so das Brüderpaar.

Ihnen gegenüber stand mit Bernd Heinrich aus Lipten (Gemeinde Bronkow) ein Teilnehmer, der sich erstmals zu dieser Jahreszeit in die Fluten stürzte. „Als regelmäßiger Saunagänger scheue ich mich nicht, anschließend auch mal ins kalte Becken zu steigen. Das hier im Gräbendorfer See und bei diesen Temperaturen ist schon eine Hausnummer“, gestand er. Eigentlich liegen die Stärken des Lipteners im Ausdauersport, der in diesem Jahr auch wieder am Ironman-Triathlon in Frankfurt am Main teilgenommen hatte. Die lockere Joggingrunde vor einer Dehnungseinheit und dem klassischen Anbaden war es letztendlich auch, die ihn ans Wüstenhainer Ufer des Gräbendorfer Sees lockte.

Dass die Mutigen ebenso schnell versuchten, den Fluten wieder zu entsteigen, hatte mindestens zwei Gründe: Gänsehaut am ganzen Körper und der eng bemessene Platz im Badezuber. Zum dritten Mal heizte Thomas Schmuck sein Badefass an, um den Abbadenden entspannende Momente zu gönnen. In seiner Branche ist der Großräschener kein Unbekannter, was ein Blick in seine Präsentationsmappe verrät. „Im Luxus-Chaletdorf von Andrea Berg und Uli Ferber in Aspach (Baden-Württemberg) habe ich 13 Badefässer installiert“, erzählt er. Andrea Berg, etwa die  Schlager-Ikone? „Genau die“, so Thomas Schmuck, der diesen Auftrag als „das Referenzobjekt“ einstuft.

Als einer der ersten gelang es Revana Lidia, sich einen Platz im Badezuber zu sichern. Als ehemalige Calauer Karnevalsprinzessin und Ausnahmetänzerin mit brasilianischen Wurzeln war es ihr selbstverständlich gestattet, den Ex-Kickboxer-Champion noch einmal richtig nass zu machen. In der Cottbuser Straße in Calau teilen sich Tanzlehrerin Revana Lidia und Mario Schulze eine Trainings-Räumlichkeit und seit Donnerstag nun auch ein Badefass.

Übrigens: Um die Teilnehmer und Zaungäste bei Laune zu halten, bieten die Organisatoren von Spreewald-Survival ein ansprechendes Unterhaltungs- und Versorgungsprogramm. Neben Kulinarischem mit Glühwein, Tee und Grillwurst oder Naschereien aus dem Wüstenhainer Eiscafé servierte DJ „Zeitsprung“ kurzweilige Tanzmusik.