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| 02:47 Uhr

Zugpferde kehren in die Lausitz zurück

Ebenmäßig und geradlinig: Beim Gespannpflügen kommt es auf ein sauberes Bild an.
Ebenmäßig und geradlinig: Beim Gespannpflügen kommt es auf ein sauberes Bild an. FOTO: Uwe Hegewald
Muckwar. Jetzt ist es amtlich: Am Sonntag, 11. September, kehren ab 10 Uhr die vierbeinigen Kraftpakete, Titanen oder wie man starke Zugpferde sonst noch bezeichnen möchte, nach Muckwar (Amt Altdöbern) zurück. Uwe Hegewald

Im Dörfchen der Gemeinde Luckaitztal locken am zweiten Sonntag im September mit den brandenburgischen Meisterschaften im Gespannpflügen und im Holzrücken gleich zwei Wettbewerbe. Veranstalter ist die Interessengemeinschaft Zugpferde (IGZ). Diese ist ein bundesweit agierender, gemeinnütziger Verein, der sich für den verstärkten Einsatz tierischer Arbeitskraft in allen dafür infrage kommenden Bereichen einsetzt. Gegründet wurde der Verband 1992.

Die Zügel für den Doppelwettbewerb laufen bei Frank Trogisch zusammen, der sich bereits seit mehreren Jahren für das Pflegen von Zugpferde-Traditionen in der Lausitz einsetzt. Mehrere Regionalwettbewerbe tragen die Handschrift des Pferde-Experten, der sich bestens mit dem Durchführen des selten gewordenen Schaupflügens auskennt. Bei den Brandenburger Dorf- und Erntefesten in Muckwar (2012) und in Fürstlich Drehna (2014) füllte Frank Trogisch als Mitorganisator und aktiver Teilnehmer eine Doppelrolle aus.

"Zuletzt wurden die brandenburgischen Meisterschaften in der Uckermark ausgetragen, wo sich auch das Ausbildungs- und Wettkampfgelände der Interessengemeinschaft befindet. Wir freuen uns, diese bedeutende Veranstaltung jetzt auch interessierten Lausitzern präsentieren zu dürfen", sagte Frank Trogisch in seiner Funktion als Vorsitzender des IGZ-Landesverbandes Berlin-Brandenburg.

Mit der Durchführung der Wettbewerbe setzt die Interessengemeinschaft gleichzeitig auf Synergieeffekte: So könnten Ausflügler, die am 11. September zum "Tag des offenen Denkmals" unterwegs sind, um historische Sehenswürdigkeiten zu besuchen, auch noch nach Muckwar kommen, um die althergebrachten "Feld- und Waldarbeiter" zu sehen.