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| 02:45 Uhr

Zu Fuß von Berlin nach Aleppo – Bürgermarsch startet am Montag

Luckau/Calau. Am 26. Dezember startet der Bürgermarsch für Aleppo in Berlin. Die Teilnehmer wollen auch die die Lausitz kommen. Mit dem Bürgermarsch soll ein Teil der Flüchtlingsroute rückwärts, durch Tschechien, Österreich, Slovenien, Kroatien, Serbien, Mazedonien, Griechenland und die Türkei nachgezeichnet werden. red/bt

Hunderte von Europäern wollen mit weißen Flaggen von Berlin-Tempelhof aus den Fußweg Richtung Aleppo aufnehmen. Bis jetzt haben nach Informationen der Organisatoren mehr als 3000 Teilnehmer erklärt, dass sie mindestens einen Teil der Strecke mitlaufen werden. "Wir wollen der Welt zeigen, dass es nicht zu spät zum Handeln ist”, sagt Anna Alboth, die den Marsch mit initiiert hat. "Syrien braucht jetzt unsere Aufmerksamkeit, damit alle Parteien den Kreislauf der Gewalt durchbrechen", erklärt sie.

Die Organisatoren laden alle ein, sich mit einer eigenen weißen Flagge dem Bürgermarsch anzuschließen. Am Montag, 26. Dezember, wird die Auftaktveranstaltung um 10 Uhr mit Musik von Anas Maghrebi, der bekannten syrischen Band Khabez Dwale am Tempelhofer Feld starten. Um 11 Uhr brechen die Teilnehmer Richtung Süden zum ersten Zwischenstopp auf.

Sie werden nachmittags in Mahlow von Bürgermeister Ortwin Baier begrüßt, der eine Turnhalle zur Übernachtung zur Verfügung stellt. "Wir werden jeden Tag 15 - 20 Kilometer laufen” sagt Thomas Alboth, Verantwortlicher für die Logistik des Marsches. "Wir starten jeden Tag um 10 Uhr morgens vom Marktplatz oder dem Stadtzentrum aus und laufen bis Sonnenuntergang und treffen dann in der nächsten Stadt die Bürger am Marktplatz”, erläutert er.

Die ersten Stationen des Marsches sind Mittenwalde, Teupitz, Glashütte und Luckau. Zum Jahreswechsel am 31., soll der Marsch in Calau haltmachen, und am 5. Januar Dresden erreichen.

Die Polizei wird den Marsch als angemeldete Demonstration begleiten und für Sicherheit sorgen. Die Teilnehmer müssen ihre eigenen weißen Flaggen, Schlafsäcke und Zelte mitbringen. "Auch wenn wir versuchen, den Marsch so angenehm wie möglich zu gestalten", so Thomas Alboth. Mehr Informationen gibt es dazu auf der Webseite www.civilmarch.org .

"Wir bekommen jeden Tag neue Hilfsangebote von Bürgern an der Strecke", sagt Thomas. "Wir hoffen, dass uns einfache Bürger auch Unterkünfte und Essen anbieten, und dass wir uns zu persönlichen Gesprächen treffen können. "Natürlich wären wir mit Bussen schneller dort”, sagt Anna. "Aber wir wollen laufen, weil das den Bürgern in den Ländern an der Strecke die Möglichkeit bietet, auch teilzunehmen, sei es nur für ein paar Stunden", sagt sie