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Zu den historischen Kahnsitzbänken Lübbenaus

Als Lübbenauer Leserin der RUNDSCHAU war ich am Donnerstag, 27. Juli, über den Artikel "Zu rustikal – Kahnbänke müssen weg” richtig erschrocken. Martina MolleLübbenau

Einzigartige, historische Kahnsitzbänke, manche von ihnen über 100 Jahre alt, waren doch die neueste Attraktion in der City. Neben dem Sagenbrunnen, der Nikolaikirche oder dem Café zeitlos waren sie bei den Touristen ein beliebtes Fotomotiv.

Kahnsitzbänke sind ein Stück Geschichte, das ist Qualitätsarbeit der Bänkebauer. Vollen Dank an die Retter und für das Erhalten dieser originalen Kahnsitzbänke. Sie könnten vermutlich viel Geschichten erzählen … Und durften nicht stehen bleiben.

Die Stadt bezeichnet sich als "Tor zum Spreewald", als "beliebte Touristenstadt", als "die Stadt der Kahnfahrten" und bemüht sich um ein weiteres Q-Siegel. Und nun?

Ein Lübbenauer wollte Geschichte lebendig werden lassen. Er bot damit den doch so sehr gewünschten Tourismusstrom ein weiteres Highlight an.

Jetzt sind sie weg. Die Idee ist kaputt und die Geschichte ist verloren.

Ist meine Stadt akut gegen die eigene Geschichte?

Oder gar gegen einen eigenen Unternehmer? Weil er sich traut, sich mit seinen 40 Mitarbeitern Gedanken zur Attraktivität unserer Stadt zu machen?